Schnellladestationen bei gate:ruhr, Park and Ride Parkplatz Gräwenkolkstraße verfolgen, Wohnungsbaugesellschaften fordern!

Das fordert die SPD-Fraktion aktuell für die Stadt Marl. „Marl wird für E-Autos erst richtig attraktiv, wenn auch die Infrastruktur stimmt,“ fordert der SPD Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel. Man dürfe sich nicht nur darauf ausruhen, Anträge zu formulieren, sondern jetzt seien Taten gefordert. Anlass für die Sozialdemokrat*innen dem Thema mehr Bedeutung beizumessen ist der sich aktuell jährende Antrag der SPD, der WG Die Grünen sowie die Linke, einen runden Tisch „E-Mobilität“ einzuberufen, um Handlungsoptionen zu diskutieren und zu initiieren.

Bild: Metzendorf

„Mit der konzeptionellen Planung gate:ruhr,“ so SPD Ratsmitglied Marcel Jedl, „haben wir die historische Chance von Anfang an das Zukunftsthema mitzudenken. Hier vermuten wir sehr großen Bedarf und Potential.“

„Die Zeit drängt,“ so der umweltpolitische Sprecher der SPD Fraktion Frederik Müller „immer mehr Marler*innen schaffen sich ein Elektroauto an. Dem steigenden Bedarf müssen wir deshalb mit einem konsequenten Ausbau der Ladeinfrastruktur begegnen, bei dem wir vor allem auf Schnellladesäulen setzen.“ Dies sei sinnvoll, denn die auf dem Markt erhältlichen Fahrzeuge könnten zunehmend höhere Ladeleistungen aufnehmen, was Schnellladepunkte gegenüber den deutlich langsameren Ladepunkten langfristig attraktiver mache.

„Wir wissen natürlich um die Grenzen einer Stadt bei diesem Thema,“ erläutert Wenzel, „das sollte uns aber nicht davon abhalten, die Akteure an einen Tisch zu bringen und zu unterstützen.“ Schließlich sei die E-Mobilität zukünftig bedeutend für den Wirtschaftsstandort und die Logistikbranche in Marl.

„Wir wollen diese Entwicklung nicht passiv abwarten,“ so Müller, „sondern bereits jetzt aktiv prüfen und Interessierte zusammenführen.“ Jede interessierte Käuferin, jeder interessierte Käufer, würde sich u.a. zunächst über die Lademöglichkeiten vor Ort informieren. Aber auch für Durchreisende und Gäste mit Elektroautos in Marl sind die Angaben zur Ladeinfrastruktur essentiell.

„Hier sind auch die Wohnungsbaugesellschaften in die Pflicht zu nehmen,“ fordert Jedl, „die ihren Mieter*innen E-Mobilität durch Ladestationen ermöglichen müssen.“ Ladesäulen auf Parkplätzen an Schulen und Bezirkssportanlagen sollten das Angebot im öffentlichen Straßenraum ergänzen.

Marl soll nach Auffassung der SPD Fraktion eine Stadt werden, in der jeder eine Ladesäule für sein E-Auto findet, wenn er oder sie diese brauchen würde.

„Auch der große Park & Ride Parkplatz am Bahnhof Marl-Sinsen an der Gräwenkolkstraße wäre ein sehr interessanter Standort und würde dort Frequenz schaffen,“ ergänzt Wenzel. „jetzt ist die Zeit für kreative Ideen, damit morgen der Akku voll ist!“

Konkret wendete sich die SPD-Fraktion am 10.06.2022 mit einem Antrag an den Bürgermeister, mit dem Ziel, die Errichtung von Schnellladesäulen am Standort gate:ruhr mit Hilfe der Entwicklungsgesellschaft zu prüfen und aktiv umzusetzen. Auch wird in dem Antrag gefordert, dass der Runde Tisch zur E-Lade-Infrastruktur zeitnah einberufen wird.

Hier geht es zum Antrag:

2022_06_09_E_Lade_gate_Ruhr_final