Am 01. Dezember ist Weltaidstag

Seit 1988 wird am 01. Dezember der Welt-AIDS-Tag begangen. Dabei steht nicht nur im Vordergrund, daran zu erinnern, dass HIV und AIDS weiterhin unzähligen Menschen auf der ganzen Welt das Leben kosten, sondern auch, über die so wichtige Prävention aufzuklären und politische Lobbyarbeit für Betroffenen zu leisten. Diese sind viel zu oft mit unberechtigten Vorurteilen und Stigmatisierung konfrontiert und werden gesellschaftlich häufig "im Stich gelassen".

Quelle: www.welt-aids-tag.de Bild: DasHochhaus.de, Köln

Angst vor Diskriminierung ist hoch

Dass nach wie vor – nach aktuellen Zahlen der Deutschen Aidshilfe – etwa 73% ihre Diagnose verheimlichen, weil sie Angst vor Benachteiligung, Jobverlust und dem Verlust von sozialen Kontakten haben (vgl. Aidshilfe 2021), überrascht daher nur wenig. Dabei sind HIV-Infektionen heutzutage sehr gut zu behandeln, Betroffene können quasi ein normales Leben führen und die Immunschwäche-Krankheit AIDS bricht, bei konsequenter Medikation, gar nicht erst aus.

Viele sind betroffen

In Deutschland gelten aktuell 91.400 Personen als HIV-positiv. Weltweit liegt die Zahl bei knapp 38 Millionen Menschen (vgl. Berliner Morgenpost 2021; bpi 2021). Dass die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zuletzt auf 2000 Fälle gesunken sein soll, ist dabei trügerisch. Expert*innen vermuten, dass in Zeiten der Corona-Pandemie weniger getestet wurde und es somit auch eine recht hohe Dunkelziffer (bisher) unentdeckter Infektionen mit dem HI-Virus geben dürfte. Dass

Aufklärung ist wichtig

„Es gibt insgesamt noch viel zu tun: Aufklärung über HIV, AIDS und weitere sexuell-übertragbare Krankheiten, die Sensibilisierung für die Situation Betroffener, das Ausräumen von Vorurteilen, Sorgen und Ängsten auf beiden Seiten, ein besserer Zugang zur Diagnose und Behandlung – auch weltweit – und die weitere medizinische Forschung. All das sind Aufgaben, die – nicht nur für die Politik – wichtig sind, denn nur so können wir hoffentlich eines Tages sagen: „Wir haben HIV und AIDS besiegt!“.“ so Maresa Kallmeier und Frederik Müller, die sich, gemeinsam mit anderen, im Ausschuss für Geschlechtergerechtigkeit, Vielfalt und Toleranz gegen Diskriminierungen engagieren.

„Unsere Solidarität gilt nicht nur heute den Betroffenen und ihren Angehörigen, die täglich Diskriminierungen fürchten müssen.“ so Peter Wenzel.

Weitere Informationen unter: Deutsche Aidshilfe und Home – Deutsche AIDS-Stiftung sowie BZgA: HIV/STI-Prävention