Modellstadt Radverkehr!

Die SPD-Fraktion richtete sich im Mai mit einem Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss, um eine wissenschaftliche Begleitung bei der Umsetzung des Radentscheids einzuleiten.

Auf Antrag der SPD-Fraktion, Fraktion WG Die Grünen und Einzelratsmitglied Die Linke beschloss der Haupt- und Finanzausschuss am 18.05.2021 bei 5 Gegenstimmen und einer Enthaltung:

Die Stadt Marl bewirbt sich bei der Stiftungsprofessur für „Planungswerkzeuge für den Radverkehr der Zukunft“ an der Bergischen Universität Wuppertal als Modellkommune für eine inhaltliche Unterstützung bei der Umsetzung des Radverkehrskonzeptes der Stadt Marl.

In der Begründung führten die Fraktionen aus:
Ein wichtiger Bestandteil der Verkehrswende ist der Radverkehr. Wie dieser zukünftig gestaltet werden kann, wird nun in Wuppertal gelehrt und erforscht: Prof. Dr.-Ing. Heather
Kaths ist die neue Stiftungsprofessorin für „Planungswerkzeuge für den Radverkehr der Zukunft“ an der Bergischen Universität. Die Professur wird vom Bundesministerium für
Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Prof. Dr.-Ing. Heather Kaths soll dort Werkzeuge für die Planung, Entwurf und Bewertung von Radwegenetzen von hoher
Leistungsfähigkeit entwickeln. Dieses wird in sogenannten „Reallaboren“ geschehen, existierende Konzepte sollen auf ihre Effektivität und Umsetzung geprüft werden. Die Stadt
Marl, die erste mittelgroße Kommune mit erfolgreichem Radentscheid, ist als Modellstadt vorstellbar. Die Verwaltung sollte daher zeitnah Gespräche mit der Stiftungsprofessorin und
der Bergischen Universität Wuppertal führen, mit dem Ziel der Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen des Radentscheides.