SPD Fraktion fordert: Gewaltschutz in gemeinsamer Verantwortung ausbauen

Die SPD Fraktion Marl wendet sich gemeinsam mit dem Einzelratsmitglied von der Partei Die Linke und der WG Die Grünen in Sachen Verbesserung des Gewaltschutzes an den Bürgermeister. Sie betonen die gemeinsame Verantwortung von Kommune, Kreis, Land und Bund. Es braucht eine solide Finanzierung in gemeinsamer Verantwortung.

In ihrem gemeinsamen Antrag fordern sie, dass der Haupt- und Finanzausschuss bzw. Rat beschließen möge:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Kreisverwaltung, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen, sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Gespräche zu führen, um in gemeinsamer Verantwortung die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit bedarfsgerechte Gewaltschutzangebote im nördlichen Ruhgebiet am Standort Marl mit einer soliden Finanzplanung in gemeinsamer Verantwortung entwickelt werden können.

2. Die Verwaltung führt mit den örtlichen Trägern Gespräche und klärt die Bereitschaft, ein Frauenhaus in Marl zu betreiben.

In der Begründung führen sie aus:

Wir setzen uns für einen verbesserten Gewaltschutz von Frauen und ihren Kindern in unserer Stadt und unserer Region ein. Bereits jetzt wird deutlich, dass vor allem im Ruhrgebiet ein erhöhter Platzbedarf besteht. Mit der Anschubfinanzierung für Frauenschutzräume in Marl in Trägerschaft des Vereins Frauen helfen Frauen ist bereits ein erster Schritt getan.

Um die Frauen, die dort kurzfristig aufgenommen werden, zu betreuen und eine Perspektive mit ihnen zu entwickeln, braucht es zwangsläufig mehr Personal. Die Finanzierung der Gewaltschutzangebote im Kreis Recklinghausen wird von der Kreisverwaltung koordiniert. Hier werden auch Personal- und Sachkosten-zuschüsse an die Träger geleistet, die Angebote vorhalten. Zudem gibt es Landes- und Bundesförderungen für den Ausbau und Betrieb von Frauenschutzhäusern und Frauenberatungsstellen. Nun gilt es, die Marler Angebote und Planungen mit denen des Kreises, des Landes und des Bundes zu verknüpfen. Die Stadt Marl hat bereits für eine Anschubfinanzierung gesorgt. Die Finanzierung des erhöhten Personalbedarfs muss in gemeinsamer Verantwortung erfolgen.

Auch wenn das Ziel eines Frauenhauses in Marl auf eine solide Finanzierung gestellt werden soll, muss klar sein, dass dies ebenfalls nur in gemeinsamer Verantwortung erfolgen kann. Von Plätzen in Marl werden langfristig vor allem Frauen außerhalb der Stadt Marl profitieren. Hier sind wir alle gefragt. Für uns steht fest, unsere Solidarität gilt den von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern in der Region und darüber hinaus.