Zeit zum Handeln: Die Schulwegsicherheit in Polsum muss verbessert werden

Ein sicherer Schulweg ohne Unfallrisiken ist Voraussetzung, damit die jungen Verkehrsteilnehmer ohne Begleitung der Eltern zu ihrer Schule kommen. Nach Hinweisen aus der Siedlung rund um das Neubaugebiet Franz-Emschermann-Str. in Polsum sind diese Voraussetzungen für die Kinder aus der Siedlung nicht gegeben. Hier kam es kürzlich zu einer gefährlichen Situation mit einem involvierten Kind. Lösungen sind überfällig und werden von vielen Eltern erhofft.

Ortstermin in Polsum
v.l.n.r. Peter Wenzel, Bianca Falkenthal, Heinz-Georg Bussmann, Maresa Kallmeier, Darko Manojlovic

Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel, Ortsvereinsvorsitzender Heinz-Georg Bussmann und Ratsmitglied Maresa Kallmeier trafen sich jetzt mit Eltern der betroffenen Kinder an der Kreuzung Im Breil/Kolpingstr./Polsumer Str., um die Problembereiche vor Ort zu besichtigen. Schnell wurde deutlich, dass die Querungshilfe keinen hinreichenden Schutz für die Kinder bietet. Der Sohn der besorgten Eltern sei vor Kurzem fast von einem rasenden Autofahrer erfasst worden. Der Schreck bei der Familie sitzt tief. Es ist nicht das erste Mal, dass sie sich, gemeinsam mit der Nachbarschaft, Hilfe suchend an Verantwortliche wendeten, die Unterstützung zusicherten.

Vor Ort wurde deutlich, dass die Verkehrssicherheit durch verschiedene Punkte verschlechtert wird. Obwohl von der Dorfstr. bis zur Franz-Emschermann-Str. gleich mehrere Punkte Anlass für eine Geschwin­digkeitsreduzierung bieten, darf dort 50 gefahren werden. Das Wohn- und Pflegezentrum Bartholomäus, ein von Fußgängern hoch frequentierter Bereich vor REWE Feldmann und die Tatsache, dass die Straße von vielen Schulkindern auf dem Schulweg zu passieren ist, würde eine Re­duzierung auf 30 km/h rechtfertigen. Durch das Ortsausgangsschild an der Querungshilfe geben viele Auto­­fahrer hinter der Kreuzung Richtung Ortsausgang Gas. An der Ecke Im Breil befinden sich zudem hochwachsende Gehölze, die eine Einsichtnahme der Kreuzung für abbiegende Fahrzeuge in Be­­­zug auf Rad- und Fußverkehr verschlechtern. Hier kam es 2017 bereits zu einem schweren Unfall mit einer Radfahrerin.

„Die Schulwegsicherheit muss gewährleistet werden. Allerdings liegen nicht alle zu lösenden Probleme in städtischer Verantwortung, was eine Lösung erschwert.“ so Peter Wenzel.

Maresa Kallmeier: „Es ist erfreulich, dass das Dorf wächst und insbesondere Familien in Marl Polsum ein neues Zuhause gefunden haben. Die Verkehrsplanung muss diesen Veränderungen ebenfalls Rech­nung tragen und anerkennen, dass hier bestimmte Bereiche stärker als bisher von Schulkindern fre­quentiert werden.“ Es sei richtig, dass es im Verlauf der Straße eine Querungsmöglichkeit in Form eines Zebrastreifens gibt, dieser entspricht aber aus Sicht der Anwohner/innen nicht dem natürlichen Weg der Schulkinder. So erhalte ungewollt die nicht geschützte Querungshilfe davor, eine große Anziehungskraft für Kinder.

Peter Wenzel sicherte zu, dass die Sozialdemokraten sich umgehend einsetzen werden. Ziel muss es sein, kurzfristige Maßnahmen einzuleiten, um die Verkehrssicherheit in dem Bereich zu erhöhen.