SPD Marl pflanzt Friedensbäume im Bürgerbad

Heute vor 75 Jahren endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa. Es war der Tag der Befreiung von Terrorherrschaft, Völkermord und dem Grauen des Krieges. Diesen historischen Tag nahmen die Marler Sozialdemokraten zum Anlass, um gemeinsam mit Bürgermeister Werner Arndt und Vertretern des Freibadvereins fünf „Friedensbäume“ im Bürgerbad an der Loemühle zu pflanzen.

„Wir gedenken der Opfer des Nationalsozialismus. Der Jahrestag mahnt uns, entschieden für Frieden und ein geeintes Europa einzutreten. Wir sagen heute gemeinsam: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“, erklärt der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Brian Nickholz. Mit der Aktion erinnert die SPD Marl an die leidvolle Vergangenheit, die Verantwortung die daraus erwächst und setzt mit der Baumpflanzung ein Zeichen des Friedens für die Zukunft. Die Bäume sollen im Freibad an einem Ort gedeihen und wachsen, an dem Leben ist und im Sommer viele Menschen fröhlich sind und ihre Erholung im Alltag finden. Denn diese Fröhlichkeit zu bewahren heißt auch den Frieden zu bewahren.

Der Ginkgo-Baum hat auch eine historische Bedeutung. Daran erinnert Bürgermeister Werner Arndt: „Der Ginkgo-Baum ist ein besonders robuster Baum. 1945 überstand ein Baum den Atomangriff auf Hiroshima. Nach dem Krieg wurden und werden Jahr für Jahr Ableger von diesem Baum gezogen, die dann in die ganze Welt als Friedensbäume verschickt werden.“

In diesem Jahr hätte ursprünglich auch Marl als Teil des Bündnisses „Mayor for peace“ – Bürgermeister für den Frieden – einen solchen Ableger erhalten. Wegen der Corona-Pandemie konnte diese Übergabe leider nicht stattfinden.