AsF Marl wählt Sandra Wienströer-Gurski zur neuen Vorsitzenden

Mit überwältigender Mehrheit wurde Sandra Wienströer-Gurski zur neuen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Marl gewählt. Die langjährige Vorgängerin und Vorsitzende des Sozialausschusses, Bettina Hartmann, wollte aus beruflichen und familiären Gründen nicht erneut an die Spitze gesetzt werden. Gleichwohl wurde sie gemeinsam mit Michelle Doktor zu den Stellvertreterinnen von Sandra Wienströer-Gurski gewählt. Gemeinsam wollen sie, so Hartmann und Doktor, die neue Vorsitzende nach Kräften unterstützen.

SPD Ratsfrau Sandra Wienströer-Gurski, in der Kommunalpolitik durch Ihre Arbeit im Sozialausschuss nicht unerfahren, ist 47 Jahre, verheiratet und von Beruf Krankenschwester auf einer Intensivstation und Atmungstherapeutin. „Meine Erfahrungen aus meinem Beruf dienen mir auch in der Politik“, verrät Wienströer-Gurski mit einem Augenzwinkern, denn oftmals würde sie während der engagierten Diskussionen Schnappatmungen beobachten und dann helfen können.

Sie wisse, so bedeutete sie gegenüber den Frauen der Arbeitsgemeinschaft: „Wer sich für Frauenpolitik einsetzt, eckt heute immer noch an“. Um ausreichend Gehör zu bekommen, sollten sich die vielen engagierten und politisch denkenden Frauen mehr als bisher solidarisieren. Wer glaube, dass die tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft erreicht wäre, würde irren.

Existenz sichernde Erwerbstätigkeit und eigenständige Alterssicherung von Frauen, Abbau von Diskriminierung im Berufsleben, Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter, Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sind wichtige Themen, für die sich die AsF weiterhin stark machen müsse.

Die ersten männlichen Gratulanten, der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Brian Nickholz und der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel, freuten sich über das deutliche Vertrauensvotum der Frauen für den neuen Vorstand und die formulierten Ziele des zukünftigen Engagements. Das neue Führungsteam der Marler AsF beabsichtigt, noch mehr als bisher mit Frauen unterschiedlichen Alters aus allen Bereichen und mit dem gleichen Ziel der Gleichstellung von Frau und Mann gemeinsam zu diskutieren. „Nur wenn wir als Frauen in der Politik auch sichtbar sind und für unsere Anliegen öffentlichkeitswirksam kämpfen“, so Wienströer-Gurski, „werden wir die strukturellen Nachteile für Frauen in unserer Gesellschaft reduzieren helfen.“ Volksreden oder blinder Feminismus sei nach ihrem Verständnis nicht Sache der AsF, vielmehr der Anspruch, deutlich zu formulieren und zu handeln, wenn Not an der Frau sei.