Die SPD Marl diskutiert mit Landrat und Kreistagsmitgliedern zum Thema Kreishaus

Die Entscheidung des Kreistags zum Neubau des Kreishauses sorgt auch in Marl für Diskussionen und rief auch in Teilen des SPD Stadtverbands – vor dem Hintergrund dieser großen Investition – Bedenken hervor. Für den Stadtverbandsvorsitzenden Brian Nickholz sind die Bedenken und kritischen Fragen seiner Mitglieder sowie der Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar und sind ernst zu nehmen.

„Der Kreishausneubau ist ein komplexes Thema mit vielen Aspekten, und deshalb haben wir diese Informations- und Diskussionsveranstaltung für unser Mitglieder organisiert“, erklärt der Parteichef. Damit wolle die SPD Marl zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen und alle Argumente auf der Grundlage von Fakten zur Verfügung stellen.

Zu Beginn erläuterte Landrat Cay Süberkrüb mit einer Präsentation die Ausgangssituation, die beauftragten Untersuchungen und die Entscheidungsgrundlage für den Kreistagsbeschluss. Gemeinsam mit den Kreistagsmitgliedern erinnerte er an den einstimmigen Beschluss des Kreistages vom 23. November 2015, in dem die Kreisverwaltung mit der flächenoptimierten Planung des Kreishauses und einer Vergleichsbetrachtung von Sanierung und Neubau beauftragt wurde. Insgesamt wurden vier Varianten (Sanierung in einem Schritt, Sanierung in 3 Schritten, Neubau auf dem aktuellen Grundstück und Neubau auf einem neuen Grundstück) und eine sogenannte „0-Variante“, also das auch im Bürgerbegehren formulierte absolut notwendige zu machen, in einem Zeitraum von 35 Jahren betrachtet. Die Variante des Bürgerbegehrens stellt sich in dieser Betrachtung als teuerste Variante für die Menschen im Kreis Recklinghausen heraus.

Das vorgestellte Zahlenwerk wurde durch die Diskussionsteilnehmer kritisch hinterfragt. So wollte zum Beispiel ein Fragesteller wissen, warum denn das heutige Kreishaus, ein vergleichsweise junges Gebäude, abgerissen werden soll und erfuhr, dass ein Abriss zwar berechnet wurde, jedoch in der beschlossenen Variante nicht angedacht sei. Auch über die Vor- und Nachteile eines geplanten Umzuges in die Stadtmitte von Recklinghausen diskutierten die Teilnehmer ausgiebig.

Es werde nicht die letzte Veranstaltung zu diesem Thema sein, verspricht Nickholz. Denn für die Städte und für den Kreis sei die Kreishausentscheidung mit bedeutsamen Auswirkungen verbunden und damit ein wichtiges Thema für die Menschen in Marl.