Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder im Grundschulalter

Der Vorstoß von Bundesfamilienministerin Katarina Barley, nach dem geltenden Rechtsanspruch für Kinder im Kita-Alter nun auch den Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter einführen zu wollen, trifft bei den Marler Sozialdemokraten auf volle Zustimmung.

Auch in Marl ist die Betreuung für Kinder im Grundschulalter ein großes Thema in der Partei und ein möglicher Rechtsanspruch nur folgerichtig, berichtet der Marler SPD-Vorsitzende Michael Groß, MdB. „Gerechtigkeit bedeutet die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern sowie die Chancengleichheit in der Bildung zu verbessern, dafür kann der Rechtsanspruch in einem Leistungsgesetz ein geeignetes Mittel sein“, so Groß. Natürlich muss der Bund diesen dann auch finanzieren. Dabei darf man die Städte und Gemeinden nicht im Regen stehen lassen, die heute schon die stark ansteigenden Soziallasten mitfinanzieren, fordert der Stadtverbandsvorsitzende.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel und Schulausschussvorsitzender Andreas Täuber begrüßen die Initiative der Bundesministerin ebenfalls. So setzt sich die SPD-Fraktion bereits seit geraumer Zeit für einen Ausbau der Ganztagsangebote an den Marler Schulen ein. Um die Qualität und Quantität des Angebotes zu verbessern, stellte die SPD im Ausschuss für Schule und Sport im Oktober vergangenen Jahres den Antrag die Mittel aus dem Programm „Gute Schule 2020“ insbesondere für Investitionen im OGS-Bereich einzusetzen. Auch die Frage, wie das Angebot des Offenen Ganztages für Eltern und Kinder bedarfsgerecht auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden kann, erörterten die Marler Kommunalpolitiker bereits auf Initiative der Sozialdemokraten im Mai diesen Jahres.

Aus Sicht der SPD Vertreter ist es konsequent den Rechtsanspruch auf Betreuung um diese Altersgruppe zu erweitern, da der Betreuungsbedarf nicht mit der Einschulung der Kinder für viele Familien endet. „Deshalb werde ich mich in Berlin für eine kommunalverträgliche Einführung des Rechtsanspruchs einsetzen“, verspricht Groß.