Barrierefreiheit ein Muss

„Das Projekt ‚Aufzug Marl-Mitte‘ ist von vielen Erfolgsmeldungen, aber leider ebenso vielen Rückschlägen geprägt“, beklagen der Marler SPD-Chef Michael Groß und der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel. „Schon einige Hürden wie beispielsweise die Frage der Finanzierung und eine ausreichende Fahrgastzahl wurden genommen.“ Nun soll im Juni 2015 der Ausschuss für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW über das Bahnsteighöhenkonzept beschließen. Es ist Voraussetzung für den Bau des Aufzugs.

„Diese inzwischen Jahre währenden Entscheidungsprozesse den Bahnhof Marl-Mitte betreffend, kritisiere ich deutlich“, so Michael Groß. „Wir brauchen kein Jahrhundertwerk, sondern morgen Abhilfe für die Marler Bürgerinnen und Bürger sowie alle betroffenen Bahnreisenden. Ich habe mich jetzt diesbezüglich in einem Brief an den Präsidenten des Eisenbahnbundesamtes gewandt, damit das Eisenbahnbundesamt schnellstmöglich nach Beschluss des Landtages das entsprechende Verfahrens eröffnet.“

In den vergangenen Monaten und Jahren fanden auf Initiative von Michael Groß zahlreiche Gespräche und Ortstermine statt. Vertreter der Deutschen Bahn AG, des Eisenbahnbundesamtes, des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und auch der Verkehrsminister von NRW, Mike Groschek, haben die lange, steile Treppe, die den Zugang zum Bahnsteig darstellt, persönlich in Augenschein genommen. Ihr Fazit: Der aktuelle Zustand ist unzumutbar, insbesondere für Familien, Ältere und Gehbehinderte.

„Wir werden nicht nachlassen, wenn es um den barrierefreien Zugang in Marl-Mitte“, sind sich Groß und Wenzel einig. „Schließlich geht es in anderen Städten, siehe Solingen, auch. Wir sind uns sicher, dass die SPD im Landtag und insbesondere MdL Carsten Löcker Sorge dafür tragen werden, dass mit ihrem Beschluss in Düsseldorf das Projekt endlich erfolgreich zu Ende gebracht wird.“ Letztendlich müssen VRR und DB die politische Willensbildung endlich zur Kenntnis nehmen und den barrierefreien Zugang schnellstmöglich realisieren.