Das Marler Rathaus – Attraktion oder Überbleibsel?

Weit gehen die Meinungen auseinander, wenn vom Marler Rathaus die Rede ist. Für die Einen ist es ein erhaltenswertes Symbol Marler Stadtgeschichte, für die Anderen eine Betonwüste, die umgehend abgerissen werden sollte.

Geplant und gebaut wurde das Rathaus zu einer Zeit, als es in Marl wirtschaftlich bergauf ging und die Einwohnerzahlen gegen 100.000 strebten. Das war vor 50 Jahren. Aus stadtplanerischer und auch aus architektonischer Sicht besitzt das Marler Rathaus auch heute noch Seltenheitswert und ist weithin, nicht nur in einschlägigen Fachkreisen, bekannt.

„Aber in den vergangenen Jahren hat sich die Situation in den Arbeitsräumen des Rathauses so weit verschlechtert, dass sie nicht mehr akzeptabel ist“, kritisiert der Marler SPD-Vorsitzende Michael Groß (MdB). „Es gilt, die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung schnellstmöglich zu verbessern.“

Aber wie? Sanierung oder Abriss und Neubau? Die SPD Marl plant einen Parteikonvent, um die zahlreichen Aspekte, das Für und Wider, miteinander und offen zu diskutieren: Wie lange wird die Bauzeit in Anspruch nehmen? Was beinhalten die von den Gutachtern angesetzten Kosten? Wie werden die städtischen Mitarbeiter während der Bauzeit untergebracht? Gibt es weitere Alternativen zwischen Sanierung und Neubau?

„All diese Fragen wollen wir auf unserem Konvent besprechen und gegeneinander abwägen“, so SPD-Chef Michael Groß. „Der Termin soll noch vor den Sommerferien stattfinden und wird zeitnah bekanntgegeben.“