Landesregierung finanziert die Schulsozialarbeit

„Die Landesregierung finanziert die Schulsozialarbeit für drei weitere Jahre. Das ist die gute Nachricht – auch wenn wir einen Eigenanteil von 20 Prozent aufbringen müssen", so der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Michael Groß. Damit wird eine Forderung erfüllt, die die Marler Sozialdemokraten durch viele Anträge auf allen politischen Ebenen formuliert hatten.

„Jetzt kommt es darauf an“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel, „dass wir unsere Hausaufgaben machen!“ Familien und Schulen können durch zusätzliche Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter unterstützt werden, damit Kinder mit besonderen Bedarfen den Anforderungen beim Lernen und in den sozialen Fähigkeiten besser gerecht werden können. Verwaltung und Politik werden sich zeitnah mit der Umsetzung befassen. Deshalb unterstützen Groß und Wenzel auch ausdrücklich die Bitte der Ausschussvorsitzenden von Sozial-, Schul-, und Kinder- und Jugendhilfeausschuss, nämlich Bettina Hartmann, Andreas Täuber und Jörg Terlinden, an den Bürgermeister Werner Arndt, kurzfristig zu einem „Interfraktionellen Gespräch“ einzuladen, um zu den Weg zu einer Lösung freizuräumen.

„Wir vertrauen fest darauf, dass es ein sehr gutes Angebot in Marl geben wird“, so der Bundestagsabgeordnete und Stadtverbandsvorsitzende der Marler SPD Michael Groß. Auch würden die Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter durch ihre vorbeugende Arbeit dazu beitragen, Kostenentwicklungen in der Jugendhilfe abzufedern. Einen Wermutstropfen sehen die Sozialdemokraten jedoch: „Die Zusage hätte wesentlich eher getroffen werden müssen. Dann hätten wir nicht sehr gutes, eingearbeitetes und qualifiziertes Personal in diesem Aufgabenfeld verloren.“ Die Finanzierung der Schulsozialarbeit war im Rahmen der Koalitionsverhandlungen den Ländern durch die Bildungsmilliarden des Bundes für Hochschulen, Schulen und Kitas ermöglicht worden.

„Besser zu spät als gar nicht“ will der Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel als Hinweis für zukünftige demokratische Aushandlungsprozesse nicht gelten lassen. „Wir müssen stärker als bisher Sorge dafür tragen, dass die Schulsozialarbeit gesellschaftspolitisch über alle Grenzen hinweg als unverzichtbarer und fester Bestandteil eines funktionierenden jugendhilfe- und schulpolitischen Bildungssystems anerkannt und respektiert wird.“ Schließlich fördere Schulsozialarbeit und Jugendsozialarbeit an Schulen junge Menschen in ihrer individuellen, sozialen und schulischen Entwicklung, erläutert Michael Groß. Sie trägt dazu bei, Bildungsbenachteiligungen zu vermeiden und abzubauen, berät und unterstützt Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte bei der Erziehung und trägt zu einer schüler/-innenfreundlichen Umwelt bei. Hierfür arbeitet Schulsozialarbeit mit Schule, Eltern sowie den Institutionen und Initiativen im Gemeinwesen zusammen.

Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sind vor Ort präsent und können verlässliche Beziehungen zu den Kindern und Jugendlichen aufbauen und mit ihren Angeboten präventiv wirken bzw. bei Krisen frühzeitig intervenieren, wodurch unter Umständen teure Hilfen nachgehender Jugendhilfe erspart bleiben.