Kriminalhauptkommissarin Bettina Hartmann informiert Eltern zum Thema „Schutz vor sexueller Gewalt“

„Man muss überzeugt davon sein, dass es etwas bringt“, erzählt Bettina Hartmann. „Und das bin ich.“ Seit zwei Jahren ist die Kriminalhauptkommissarin für Präventionsmaßnahmen in den Bereichen sexualisierte Gewalt und Mobbing zuständig. Die 44-Jährige besucht drei- bis viermal die Woche Bildungseinrichtungen oder andere Organisationen, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Heute ist sie im Pfarrheim Liebfrauen. Rund dreißig Eltern der katholischen Kindertageseinrichtungen Liebfrauen und Clemens Maria Hofbauer sind gekommen, um ihren Vortrag zu hören.

Ziel der Informationsveranstaltung ist es, mit Müttern und Vätern über ein häufig tabuisiertes Thema ins Gespräch zu kommen. „Wir stärken unsere Kinder, indem Sie ausreichend aufgeklärt werden“, begrüßt Bettina Hartmann die Anwesenden. Und so erklärt sie, was sexuelle Gewalt überhaupt bedeutet, räumt mit dem Vorurteil auf, dass die Täter meist Fremde sind, und informiert, welche Eigenschaften Kinder zu leichten Opfern werden lassen. „’Den’ Täter gibt es nicht. Er oder sie kommt aus allen Berufsgruppen und gesellschaftlichen Schichten.“ Die einzige Möglichkeit sich zu schützen, sieht die Kriminalhauptkommissarin darin, Kinder zu unterstützen, sprachfähig, willensstark und selbstbewusst zu werden. „Dazu möchte ich Sie ausdrücklich ermutigen.“

Bereits im vergangenen Jahr besuchte Bettina Hartmann Gelsenkirchener Einrichtungen des KiTa Zweckverbands, um Eltern über rechtliche Grundlagen sowie Handlungs- und Präventionsmöglichkeiten von sexueller Gewalt zu informieren. Diese Vortragsreihe setzt sie in diesem Jahr weiter fort.

Der Zweckverband Katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen, kurz KiTa Zweckverband, ist einer der größten freien Träger von Kindertageseinrichtungen in Deutschland mit Sitz in Essen. In über 270 Einrichtungen in den Städten, Kreisen und Kommunen des Ruhrbistums bietet der KiTa Zweckverband rund 17.000 Plätze für Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt an. In Gelsenkirchen befinden sich 29 Einrichtungen in seiner Trägerschaft.