Werkstatt Brassert schnürt Fragepaket für die Marler SPD Fraktion

Um sich über den aktuellen Stand der „Werkstatt Brassert“ in Drewer zu informieren, organisierte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jörg Terlinden einen Besuch mit seinen Fraktionskolleginnen und -kollegen. Betriebsleiter Stephan Verrel begrüßte die Politikerinnen und Politiker und zeigte ihnen das Gelände und die Räumlichkeiten an der Lassallestraße. Im Fokus stand das Kaufhaus für Gebrauchtwaren, das seit 1991 auf 1.300 m² Verkaufsfläche Schnäppchen für Menschen mit einem schmalen Geldbeutel bietet. „Man kann die Bedeutung der ‚Werkstatt Brassert’ gar nicht hoch genug bewerten – nicht nur für die arbeitslosen Menschen, die hier beschäftigt sind. Fragen Sie irgendwen in der Stadt Marl, Sie werden nur höchstes Lob und Berichte über gute Erfahrungen mit der ‚Werkstatt Brassert’ bekommen“, lobte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jens Vogel.

Stephan Verrel nutzte die Diskussionsrunde und verdeutlichte die Schwierigkeiten, die die ständigen Gesetzesänderungen und die von der Bundesregierung beschlossenen Mittelkürzungen bedeuten – für seine Einrichtung und die von der „Werkstatt Brassert“ betreuten Langzeitarbeitslosen. „Schwer im Magen liegt mir unter anderem die immer weiter eingeschränkten Möglichkeiten zur Vermittlung aus Maßnahmen in reguläre Arbeit“, so Verrel.

Die SPD-Fraktion nimmt Verrels Sorgen sehr ernst. „Wir haben den Weg zur Optionskommune mitgetragen, weil wir uns eine Stärkung vor Ort erwartet haben. Wenn jetzt das Gegenteil der Fall sein sollte, müssen wir überlegen, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind“, findet Sylvia Sakowski, die stellvertretende Ausschussvorsitzende. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Wenzel möchte in dieser Angelegenheit schnellstmöglich aktiv werden und wird sich in den kommenden Tagen direkt an den Leiter der Arbeitsagentur wenden. „Der Rucksack für Klärungsfragen ist nun ordentlich vollgepackt“, so Wenzel überrascht und gleichwohl dankbar für die kritischen Hinweise. „Im Interesse der Menschen werden wir uns den Fragen und Verbesserungswünschen gerne annehmen. Denn schließlich sind die Kunden und die Beschäftigten der Maßnahme unsere Nachbarinnen und Nachbarn.“