Marler Strom für Marler Bürger?

„Windkraftanlagen auf der Marler Bergehalde Brinkfortsheide zu installieren, ist eine hervorragende Idee, die wir als SPD-Stadtverband ausdrücklich begrüßen“, kommentiert der Vorsitzende Michael Groß die Meldung der Ruhrkohle Immobilien GmbH. „Erneuerbare Energien werden in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Dabei ist Erzeugung vor Ort absolut zu befürworten, sofern alle gesetzlichen Auflagen zum Schutz von Anwohnern und der Umwelt erfüllt werden.“

Voraussetzung dafür, dass die Pläne der RAG auch bei den Anwohnern und in der gesamten Marler Bevölkerung auf Gegenliebe stoßen, sei eine frühzeitige und umfassende Informationspolitik, so Michael Groß. „Darüber hinaus wünschen wir uns, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht nur über Planung und aktuellen Stand aufgeklärt, sondern möglichst durch ein Beteiligungsmodell direkt eingebunden werden und so von der Stromerzeugung selbst partizipieren können.“ Bundesweit bestehen bereits verschiedene erfolgreiche Modelle wie beispielsweise Energiegenossenschaften.

Im Hinblick auf die steigenden Strompreise wäre eine zumindest anteilige Eigenerzeugung ein wichtiger Schritt, damit Energie für alle bezahlbar bleibt. Gerade in einer Region wie unserer, in der Nachtspeicherheizungen noch relativ weit verbreitet sind. Laut der veröffentlichten Angaben könnte fast ein Fünftel des für Marler Haushalte benötigten Stroms von Windkraftanlagen auf Brinkfortsheide geliefert werden.

„Bisher werden nur 4% der Raumwärme aus erneuerbaren Energien gewonnen“, berichtet der SPD-Chef. „Aus Umwelt- und Klimaschutzgründen sollte dieser Anteil baldmöglichst gesteigert werden. Dabei ist die Windkraft der Photovoltaik vorzuziehen: Sie ist einerseits rentabler, andererseits auch die Energiequelle mit dem besseren ökologischen Fußabdruck.“