Marler SPD-Fraktion trifft RAG-Vorstand

Auf die persönliche Einladung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Wenzel hin trafen sich in Marl Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft, Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien, Jürgen Kroker, Leiter des Bergwerks Auguste Victoria, Norbert Maus, Betriebsratsvorsitzender des Bergwerks, die Vertreter der SPD-Fraktion Jens Vogel, Andreas Täuber und Peter Wenzel sowie der Bürgermeister Werner Arndt. Anlass der Zusammenkunft war die künftige Nutzung der industriellen Fläche, die sich aus dem endgültigen Rückzug des Marler Bergbaus im Dezember 2015 ergibt.

Sehr ausführlich stellte Prof. Dr. Hans-Peter Noll die unterschiedlichen Standorte vor und präsentierte die jeweiligen Nutzungsmöglichkeiten, die sich aus Sicht der RAG Montan Immobilien ergeben. „In Marl handelt es sich vor allem durch die hervorragende Gleis- und Hafenanbindung um industrielle Filetgrundstücke, die im nördlichen Ruhrgebiet absolute Mangelware sind“, so Noll.

Bernd Tönjes, selbst Bürger der Stadt Marl, zeigte im Hinblick auf die wegfallenden Arbeitsplätze großes Verständnis: „Wir wissen um die Sorgen Marls, die auch die unseren sind.“ Er betonte außerdem, dass die RAG Aktiengesellschaft im Rahmen ihres Gestaltungsspielraums alles für eine die Menschen in der Region nutzbringende Nachfolgeregelung tun werde.

Bürgermeister Werner Arndt regte erneut an, die ehemaligen Bergbauflächen in einer gemeinsamen Gesellschaft aus Evonik Industries, RAG Montan Immobilien und der Stadt Marl zu entwickeln und anschließend zu vermarkten. Auch das Land NRW müsse sich seiner Verantwortung entsprechend einbringen. „Wir sollten uns am Industriepark Dorsten-Marl ein positives Beispiel nehmen“, so Arndt weiter. Gleichzeitig nahm er das Lob der RAG bezüglich der positiven Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen in der Stadtverwaltung gerne entgegen.

Am Ende des Treffens äußerte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende sehr zufrieden über die aktiven Initiativen, die vor allem seitens der RAG Montan Immobilien erfolgen: „Ich bin froh über die positiven Signale“, so Wenzel. Gleichwohl sei er besorgt über die scheinbar unausweichlich langen Zeiträume, die sich aus einer Nutzungsänderung ergeben. Hier müsse man alles dafür tun, dass im Interesse der Menschen vor Ort rasch gehandelt werde. Unabhängig von den Bergbauflächen und angesichts von 10 Prozent Dauerarbeitslosigkeit müsse die Stadt auch schon jetzt jede Gelegenheit nutzen, um Gewerbe- und Industrieflächen anbieten zu können.

Über den Konsens mit den Vertretern der SPD-Fraktion und dem Bürgermeister war auch Bernd Tönjes erfreut. Wenn alle an einem Strang ziehen, so war man sich einig, sei allein das schon ein wichtiges Signal für die Handlungsfähigkeit der Region.