Haldenfest – Franz Müntefering schüttelt in Regenjacke Hände

"Hier auch noch mal", sagt Franz Müntefering, geht auf ein Ehepaar in Regenkleidung zu, das am Stehtisch lehnt und hält ihnen die Hand hin. Es scheint, als wollte der ehemalige Vizekanzler und SPD-Parteichef alle Gäste auf dem Haldenfest persönlich begrüßen. Das macht "Franz" wie ihn auf der Lipper Höhe alle nennen, aber dann noch nicht.
Aber vor allem auf die Helfer, die vielen Aktiven von SPD Alt-Marl/Brassert, IGBCE- Ortsgruppe Marl II, AG 60 plus und Jusos, auf die geht Franz Müntefering zielstrebig zu. Damit nimmt er vorweg, was er später in seiner Rede mehrfach betont: Ohne den unermüdlichen Einsatz der vielen Ehrenamtlichen geht’s nicht.

Und damit meint er nicht nur den Einsatz beim Haldenfest, das seit 20 Jahren Tradition hat. Ungeachtet der schlechten Wetterprognosen sind Genossen und Gewerkschafter seit dem frühen Morgen im Einsatz, haben Tische, Bänke und Zelte auf die Lipper Höhe geschafft. "Wir rechnen aber längst nicht mit so vielen Besuchern wie im letzten Jahr. Da waren es 750", sagt Carsten Wach, SPD-Ortsvereins- und IGBCE-Vorsitzender. Mit "wir" meint er ein junges Team, das das Haldenfest in diesem Jahr zum ersten Mal organisiert hat. "Die alten Hasen haben gesagt, jetzt seit ihr dran", erklärt der Chef lächelnd.
Grund zur Freude hat er: Die ersten kräftigen Regenschauern, die pünktlich zum Festbeginn um 14 Uhr einsetzten, sind überstanden. Die Gäste, die früh kamen, sind geblieben. Die Shuttlebusse bringen mit zunehmendem Sonnenschein einen Schwung neuer Besucher nach dem anderen auf den Haldengipfel. 250 dürften es insgesamt sein.
Und dann kommt Franz Müntefering in einer Kutsche vorgefahren. Seine kurze Rede wird mit Spannung erwartet. Und nach ein paar Sätzen ist er schon mittendrin, spricht über Halden, über die geschichtliche Bedeutung des Ruhrgebiets, den Sozialstaat, Infrastruktur. Jetzt spannt er den Bogen zu Marl: "Ob man in Städten wie Marl gerne lebt, hängt ganz davon ab, wie die Menschen miteinander umgehen. Leider gibt es ganz viele Leute, die nur auf der Tribüne sitzen und zugucken. Und dann sind da noch die Wenigen, die sich engagieren. Natürlich machen die auch Fehler. Aber das ist 1000 Mal besser als nur zu zuzugucken."

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