Marl ist bunt, nicht braun

Kulturelle Vielfalt ist ein besonderes Kennzeichen Marls, genau genommen sogar der Grundstein unserer Stadt. Durch Zuwanderung hat Marl in Zeiten des aufstrebenden Kohlebergbaus seine Größe und Bedeutung erlangt, ist dadurch erst zu einer Stadt geworden. „Doch scheinbar gibt es hier einige Menschen, denen dieses Verständnis fehlt, vielleicht auch in Unkenntnis der Tatsachen“, so SPD-Ratsherr Carsten Wach und SPD-Chef Michael Groß.

In Nacht- und Nebelaktionen versucht eine kleine Marler Randgruppe immer wieder einmal, der hiesigen Bevölkerung ihre rechten Parolen aufzudrücken: Am vergangenen Wochenende wurden zu später Stunde zahlreiche Kunstwerke am Creiler Platz und auch das Rathaus mit verschiedenen Postern und Aufklebern, alle mit rechtsradikalen Hintergrund, zugeklebt und möglicherweise dadurch sogar beschädigt. „Unweit der Stelle, an der das Ortseingangsschild Marl hat keinen Platz für Rassismus steht“, empört sich Carsten Wach, der sofort entsprechenden Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen war.

„Wir als Marler SPD sind stolz auf unsere Bürgerinnen und Bürger“, so Michael Groß und Jens Vogel als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. „Sie sprechen uns umgehend darauf an, weil sie diese Plakatierung nicht wünschen. Selbst die Jüngsten „knibbeln“ schon Aufkleber und Poster ab. „Marl ist bunt, nicht braun“, so die einhellige Meinung der Sozialdemokraten.