„Aus“ nach fast 35 Jahren für pro familia Marl

Fraktionsvorsitzender, erneut klar, dass eine Schließung der Beratungsstelle in Marl nicht zu akzeptieren ist und macht sein großes Unverständnis deutlich, mit dem er Ende des letzten Jahres die inoffiziellen Informationen zur Kenntnis nehmen musste, dass die pro familia Beratungsstelle in Marl geschlossen werden soll. Mit Wirkung zum zum Ende des Monats Mai 2010 sollten die Räumlichkeiten gekündigt worden sein.

Peter Wenzel macht deutlich, dass vor Allem unverständlich war, dass der Verzicht auf ein Angebot offensichtlich in keinster Weise mit der Politik vor Ort kommuniziert wurde. Erfolgte Kürzungen der öffentlichen Hand, die eine Schließung hätten argumentativ begründen können, standen ebenso nicht im Raum.

Er sprach auch von der Sorge vor Ort, dass mit der Schließung der Beratungsstelle faktisch das bisherige Beratungsangebot zu Familienplanung, medizinischen Dienstleistungen, Schwangerschaftsabbruch, Sexualberatung, Sexualpädagogik und Verhütung sowie das Projekt Jungenarbeit in Marl ersatzlos aufgegeben würde.

„Mit einem offenen Brief vom 12.01.2010 kündigten Sie als Reaktion auf meine öffentliche Nachfrage zur Befreiung zumindest an, dass in Marl, wenn auch nur in Kooperation und mit Personal aus Recklinghausen, die Beratung fortgeführt würde. Sie führten ebenso an, dass Sie aufgrund der langen Kündigungsfrist der bisherigen Räumlichkeiten hätten reagieren müssen und wollten die Zeit zur Planung eines neuen Konzeptes nutzen“, schreibt er. Und weiter:

„Nun lässt die Situation die Schlüsse zu, dass entweder pro familia mehr als 7 Monate vergeblich plant oder die Argumentation nur als politische Beruhigungspille vorgeschoben war. Ich frage mich, wo und wann das zugesagte Beratungsangebot in Marl stattfindet? Ich wäre dringend an einer Aufklärung und baldigen Beantwortung der Fragen interessiert.“