Problematische Verhältnisse an der Bushaltestelle Goldregenstraße

Peter Wenzel, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, wendet sich in einem Schreiben an Dr. Gläseker und stellt darin fest, dass die neue Linienführung der Vestische Straßenbahnen GmbH über die Goldregenstraße seit dem letzten Jahr bis zum heutigen Tag vor Ort zu großem Unverständnis geführt hat. Trotz aller Vorbehalte wurde die Bushaltestelle Anfang des letzten Jahres eingerichtet. Die veranlassten Gespräche einzelner Fraktionen mit den Fachleuten der Stadt und der Vestischen führten nicht zu der von den Anwohnerinnen und Anwohnern gewünschten Änderung.

"Im August des letzten Jahres wollten wir zu einer Versachlichung der berechtigten Anliegen der Anwohner beitragen. Deshalb fühlten sich die Sinsener Ratsmitglieder von bum, FDP und SPD aufgerufen – unabhängig der Parteizugehörigkeit – einen gemeinsamen Antrag einzubringen. Denn in den vergangenen Jahren wurde bei allen Überlegungen in Sinsen zur Veränderung von Buslinien die Goldregenstraße ausgenommen, weil sich an der engen Straße auf wenigen hundert Metern Kindergarten, Kirche, Grundschule und Abenteuerspielplatz drängen", so Peter Wenzel weiter.

Er macht deutlich, das dies auf den ersten Blick nicht beste Bedingungen für die Sicherheit aller Beteiligten in der engen Straße sind. Die Vertreter der Vestischen stellten den Sachverhalt als unproblematisch dar. Es würden sich keine Probleme in Bezug auf die Fahrbahnbreite ergeben und die Haltestelle sei gut angenommen worden.

Mit dem gemeinsamen Antrag wurde im Rat beschlossen, dass neben den Anwohner/innen auch die v. g. institutionellen Anwohner zu befragen sind. Es wurde die Auffassung vertreten, gerade diese als Fachleute zu befragen, um eine abschließende Bewertung vornehmen zu können. Dies sei bis heute nicht geschehen.

Um Entlastung für die Anwohner/innen zu erreichen, denen direkt vor ihrer Einfahrt und der Garage eine Haltestelle eingerichtet wurde, hatte er sich mit dem Baudezernenten, einem Vertreter
der Vestischen sowie dem zuständigen Amtsleiter aus dem Dezernat des Baudezernenten vor wenigen Wochen vor Ort erörtert, dass die Haltestelle 30 bis 40 Meter als Sofortmaßnahme verlegt werden sollte. Doch dieser einvernehmliche Vorschlag wurde leider nicht umgesetzt, sondern vielmehr aktuell an der gleichen Stelle wie bisher Fahrbahnmarkierungen aufgetragen.

"Fassungslos frage ich mich, warum hier zwischen den Ämtern keine Absprachen stattfinden und warum die Anwohner/innen durch diese Ignoranz Ihrerseits noch zusätzlich provoziert werden. Ich fordere Sie auf, kurzfristig zu einer verwaltungsinternen Abstimmung zu gelangen und den Ratsbeschluss aus dem letzten Jahr zu beachten. Des Weiteren hoffe ich sehr, dass die Fahrbahnmarkierungen an dieser Stelle aufgehoben werden", so Peter Wenzel abschließend.