Zukunft durch Bildung

„Schon wieder so ein Ablenkungsmanöver“, kritisiert der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Groß die jüngsten Pläne aus dem Arbeitsministerium. „Statt sich um mehr Stellen und Ausbildungsplätze zu kümmern, will die Regierungskoalition nun verschärfte Sanktionen gegen junge Arbeitslose verhängen. Pflichten kann man aber nur dann einfordern, wenn man die Voraussetzung für ihre Erfüllung geschaffen hat.“

Doch genau dort liegt die Ursache: Es fehlen Ausbildungsplätze. Der Mangel an Lehrstellen wird, soweit überhaupt möglich, durch überbetriebliche Ausbildung aufgefangen. Alleine im Kreis Recklinghausen fließen 3 Millionen Euro in diesen Bereich. Doch die Mittel sind ausgeschöpft, weitere Maßnahmen mit dem bestehenden Etat nicht finanzierbar.

„Dabei wollen diese Menschen arbeiten“, so Michael Groß. „Die kürzlich veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bestätigt, dass Arbeitslose nicht bereit sind, sich mit einem Leben als Bezugsempfänger abzufinden. Deshalb müssen wir für Bildung von Anfang an sorgen, so, wie es die SPD schon seit langer Zeit fordert.“

Die Sozialdemokraten wollen eine umfassende Bildungsreform, die auch mehr Geld für Grundschulen, ein Recht auf einen Schulabschluss und eine intensivere Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf beinhaltet. Qualifizierte Arbeitskräfte werden in Handwerk und Industrie dringend gebraucht. „Wirtschaftlich gesehen liegt hier unsere Zukunft“, so der SPD-Abgeordnete. „Deshalb müssen wir heute anfangen, dort zu investieren.“