Verwirrspiel der Unionspolitiker

Michael Groß MdB

„Die Landtagswahl scheint ihre Schatten vorauszuwerfen“, schlussfolgert der hiesige Bundestagsabgeordnete Michael Groß (SPD). „Wie sonst lassen sich die widersprüchlichen Aussagen aus den Reihen der CDU über die Zukunft des deutschen Steinkohlebergbaus deuten?“

Am gleichen Tag waren in verschiedenen Lokalzeitungen die Meinungen führender Unions-Politiker veröffentlicht worden. Während sich der frisch gewählte Landtagskandidat Matthias Dörtelmann für einen Sockelbergbau aussprach, stellte sich der Kreisvorsitzende Josef Hovenjürgen (MdL) eindeutig hinter den Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau, bescheinigte ihm keine Überlebenschance.

Einigkeit herrscht offenbar nur innerhalb der SPD. Ob in Kommunal- oder Kreispolitik, ob auf Landes- oder Bundesebene, alle SPD-Politiker wissen um die Bedeutung der deutschen Steinkohle und kämpfen beharrlich dafür. Im Bundesprogramm der Genossen wird ausdrücklich die Fortführung des Steinkohlebergbaus gefordert.

„Als ob es mit den verwirrenden Äußerungen nicht schon genug wäre, erstaunt mich noch mehr, dass Unions-Politiker enorme Summen für ihre Mitarbeit im Regionalbeirat der RAG einstreichen, während sie unsere Zechen offensichtlich möglichst schnell schließen wollen“, empört sich Michael Groß. „Wer eine solche Funktion wahrnimmt, hat die Pflicht, mit Leidenschaft für das Unternehmen und die dort beschäftigten Menschen zu kämpfen. Hier zeigt sich wieder einmal, dass die CDU kein verlässlicher Partner ist, besonders, wenn es um Arbeit und Ausbildung, die Existenzgrundlage für viele Familien in unserer Region geht.“