Stellungnahme Kraftwerksbau Datteln

Die Marler SPD lässt keine Zweifel offen: Die Errichtung von neuen Steinkohlekraftwerken muss realisierbar sein. „Wir leben von der hier ansässigen Industrie“, so Bundestagskandidat Michael Groß. „Sie garantiert unsere Arbeits- und Ausbildungsplätze, sorgt bei den Familien für Lohn und Brot.“

„Unsere Region lebt maßgeblich mit von den Industriearbeitsplätzen,“ so Groß und der zukünftige Marler Bürgermeister Werner Arndt, „deshalb vertreten wir auch eine Klima-, Energie- und Industriepolitik, die eine langfristige, zuverlässige sowie umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung sichert und gleichzeitig die industrielle Entwicklung und Innovationen fördert, um damit auch sozialen Fortschritt voranbringen zu können.“

Selbstverständlich muss bei der Planung neuer Kohlekraftwerke auf die Einhaltung rechtlicher Vorgaben und bestehender Auflagen geachtet werden, betont
SPD-Chef Peter Wenzel. „Aber an der Notwendigkeit des Neubaus lässt sich nicht rütteln, wenn wir als Industriestandort Bestand haben wollen. Unsere Industrie benötigt zudem konkurrenzfähige und vor allem unabhängige Energie.“

Doch nicht nur die Sorge um die Arbeitsplätze am Kraftwerksbau selbst beunruhigt die Sozialdemokraten, sondern auch mögliche Folgen. Industrie kann nur existieren, wenn der entsprechende Energiebedarf gedeckt und dauerhaft sichergestellt werden kann. Dabei könne und dürfe Deutschland nicht vollständig von Energielieferung aus dem Ausland abhängig sein, so die einhellige Meinung. Unumstritten ist bei allen der Ausstieg aus der Atomenergie. „Sie birgt zu große Risiken. Bis heute ist nicht geklärt, wie der entstehende Atommüll sicher endgelagert werden kann“, so die Marler SPD-Spitzen.

„Um die gesetzten Ziele im Klimaschutz zu erreichen, ist es unumgänglich, Energieerzeugung auf dem neuesten Stand der Technik zu betreiben“, ergänzt der künftige Marler Bürgermeister Werner Arndt. „Für den zur Versorgungssicherheit des Standorts angedachten Kraftwerksbau im Chemiepark Marl gibt es nunmehr erste Ansätze, was bei der Planung zu berücksichtigen ist. Eine umfassende Bürgerbeteiligung und größtmögliche Transparenz sind uns dabei wichtige Ziele.“