80 Jahre alt … und mehr als ein halbes Leben für die Sozialdemokratie und die

In Sachen des ehrenamtlichen und politischen Engagements kann der Trägerin des
Bundesverdienstkreuzes Gisela Brauckmann so schnell keiner etwas vormachen. Heute wird Gisela Brauckmann 80 Jahre alt und „ihre“ Marler SPD und der Bürgermeisterkandidat Werner Arndt gratulieren ihr herzlich! „Ich habe von Gisela in meinen Anfangstagen in der Kommunalpolitik sehr viel gelernt“ betont Werner Arndt, „tätige Solidarität und Anwaltschaft für Kinder und Jugendliche waren immer ein Markenzeichen
von Gisela!“

Wer bei diesem Alter auf Ruhestand tippt, liegt weit daneben, denn Gisela Brauckmann mischt weiter mit, wenn es um Kinder und die Interessen der Marlerinnen und Marler geht. So überrascht es niemand, dass sie weiterhin Vertreterin der AWO im AKJF und in der Spielplatzkommission ist sowie dem Seniorenbeirat und dem Beirat der Verbraucherberatung angehört.

Als Vorsitzende des Trägervereins Forsthaus Haidberg ist sie nicht wegzudenken. Sie ist Mitglied des Vorstandes des Partnerschaftsvereins Herzlia, Marl-Creil-Pendle und Bitterfeld. Sie ist Vertreterin der AWO im SV-SPD Marl und zudem Kassiererin im SV der AWO.

Ihre Erfahrungen konnte sie während vieler Ratsperioden als Ratsfrau und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses einbringen. Schließlich wurde sie stellvertretende Bürgermeisterin und hat in dieser Funktion deutliche Zeichen gesetzt. Ihr Engagement als Bezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer
Frauen machte sie im Kreis weithin bekannt und für die Partei in Marl war sie als Ortsvereinsvorsitzende Drewer-Süd eine feste Bank. „Eigentlich war sie überall in der Partei in Funktionen ….,“ formuliert Werner Arndt und macht damit deutlich, wie vielseitig Gisela Brauckmanns Fähigkeiten sind.

Der Name Gisela Brauckmann bedeutet Sozialdemokratisches Urgestein und wenn es um die Interessen für Kinder geht, trifft die geologische Bezeichnung Granit noch viel besser. Bei allem sozialen Engagement war übertriebener Sanftmut nie ihr Markenzeichen. Gisela Brauckmann gilt bei allen, die sie kennen, als argumentationsstarke und durchsetzungsfähige Mitstreiterin oder, wenn es um Rechte von Kindern geht, manchmal auch Kontrahentin. So einige schwierige Entscheidungen für die Jugend dieser Stadt wären wohl ohne ihren Einsatz und ihr Wortgeschick in der Diskussion nicht zustande gekommen. Allerdings streitet sie nie, ohne die Regeln der Fairness und des Anstandes zu beachten. Anders als so viele andere hat Gisela auch keine Probleme damit, eine von ihr mitgetragene Entscheidung in Frage zu stellen oder zurückzunehmen, wenn sie sich im Nachhinein als falsch erweist. Das Wohl der Menschen und vor allem der Jugendlichen in Marl stand und steht auch jetzt noch bei ihr immer im Vordergrund.

Gisela Brauckmann versteht es auch heute mit 80 Jahren noch, den politischen und sozialen Diskussionen und Entwicklungen in der Stadt ihren Stempel aufzudrücken. Wenn man sieht, wie sie im Jugendhilfeausschuss diskutiert, fällt es schwer, ihr ihre 80 Jahre zu glauben. So mancher 20-jährigen würde man Giselas geistige Beweglichkeit und ihre Dynamik wünschen.

Wenn man ihre vielen Mitstreiter fragt, welche Eigenschaften ihnen bei Gisela am meisten ins Auge fallen, so werden immer wieder ihre Beharrlichkeit und ihre Zielstrebigkeit im Einsatz für ihre sozialen Projekte genannt. Diese Hartnäckigkeit im
Ringen um die gute Sache kann bisweilen sogar leicht komödiantische Züge annehmen. So konnten Mitglieder des Fördervereins Forsthaus Haidberg, dem sie seit 22 Jahren vorsteht, kürzlich bei Einkauf eines neuen Herdes für das Forsthaus die Hilflosigkeit selbst geschulter Verkäufer gegenüber der geballten sozialen Energie Giselas erleben. Um den Einkauf für das Forsthaus möglichst günstig zu machen, zog sie alle Register ihres Könnens. Nachdem der Verkäufer – quasi vom Sozialen überrollt – den Abteilungsleiter und dieser dann den Geschäftsführer zur Hilfe geholt hatte, ging es fast schon nicht mehr um eine Kaufpreisreduzierung, sondern darum, wie viel das
Geschäft denn für die guten Zwecke des Forsthauses spenden wolle.

„Ich habe als Sachkundiger Bürger im Jugendhilfeausschuss unter Gisela „gedient“, resümiert der SPD Stadtverbandsvorsitzende Peter Wenzel nicht ohne ein Augenzwinkern, „und durch sie ganz viel darüber gelernt, was Leidenschaft im Interesse der Anwaltschaft für Kinder bedeutet.“

Wenn man Gisela Brauckmann einen Erfolge zuweisen würde, wie z.B., dass sie die Mutter des MaKiBu sei, dann täte man ihr Unrecht, denn sie hat viele Kinder: vom Forsthaus Haidberg bis zur Verbraucherberatung. Praktisch ist sie die Mutter einer Großfamilie sozialdemokratischer und kommunaler Meilensteine, meint Wenzel, die auch weiterhin Bestand haben werden.