Heute schon an später denken

Welche medizinischen Maßnahmen gestatte ich, um mich am Leben zu erhalten? Mit genau dieser Frage beschäftigte sich die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus. Der Vorsitzende Willi Kuprat (2.v.l.) hat dazu die Recklinghäuser Rechtsanwältin Angelika Schröder-Eising (links) eingeladen. Sie referierte zum Thema Patientenverfügung.

„Vor allem ist wichtig, dass man sich ausreichend Zeit nimmt und Gedanken darüber macht, was in die eigene Patientenverfügung aufgenommen werden soll“, so Schröder-Eising. Es sei ein sehr sensibles Thema, da nicht jeder mit den heutigen medizinischen Mitteln künstlich am Leben gehalten werden möchte. Darüber hinaus sei die Patientenverfügung wichtig, wenn man seinen Willen nicht mehr persönlich äußern kann, weil man zum Beispiel ins Koma gefallen ist. In einem solchen Fall greift der so genannte hippokratische Eid, der Mediziner dazu anhält, immer im Sinne des Patienten zu handeln, d.h. den Patienten am Leben zu halten.

Als ein wichtiger Berater bei der Erstellung einer Patientenverfügung empfiehlt sich der eigene Hausarzt. Er kann bei der Formulierung eines Textes helfen und weitergehende Tipps geben. Wenn der eigene Wunsch geäußert wird, welche Maßnahmen Ärzte ergreifen sollen, ist es nicht nur eine Hilfe für die Mediziner, sondern oftmals auch für die eigenen Verwandten.

Gastredner und Initiator der Informationsveranstaltung war SPD-Landratskandidat Cay Süberkrüb (3.v.l.). Willi Kuprat so wie die anderen Vorstandsmitglieder empfahlen den Anwesenden eine Patientenverfügung anzufertigen und sie gegebenenfalls beim Notar hinterlegen zu lassen.