Familienfreundlichkeit hat Konjunktur in Marl

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Waltraud Lehn (MdB) freuen sich über die Nominierung der Stadt Marl als Modellstandort für das Aktionsprogramm Kindertagespflege. „Wir sind auf dem richtigen Weg und darauf können wir stolz sein!“, so Waltraud Lehn anlässlich der Nominierung der Stadt Marl als einer von insgesamt 200 vorgesehenen Modellstandorten des Aktionsprogramms Kindertagespflege.

Mit dem Aktionsprogramm sollen bundesweit 200 Modellstandorte gefördert werden, die gute Ideen in die Praxis umsetzen wollen, wie geeignete Tagespflegepersonen gewonnen und qualifiziert werden können. Die Stadt Marl war eine der ersten, deren Antrag erfolgreich war.

„Die große Bereitschaft zur Weiterentwicklung der Kindertagespflege zeigt, dass immer mehr Eltern die flexiblen und passgenauen Angebote der Tagesbetreuung schätzen und brauchen. Genau hier setzen wir an!“, kündigte die
Bundestagsabgeordnete an. In enger Zusammenarbeit mit den Ländern und Kommunen solle die Qualität der Kindertagespflege verbessert und gesichert, das Personalangebot für die Tagespflege erweitert sowie die Infrastruktur der Kindertagespflege ausgebaut und optimiert werden. „Wir haben in rekordverdächtigem Tempo den Grundstein für den Ausbau der Kinderbetreuung gelegt, doch eines ist sonnenklar: Von heute an geht die Arbeit erst richtig los!", so die Parlamentarierin.

Die zweite Stufe des Aktionsprogramms startet nach der Auswahl der Modellstandorte gleich im Mai mit einer Bedarfsabfrage bei den Jugendämtern. Ziel ist die Einführung eines TÜVs für Bildungsträger, damit Mindeststandards bei der Qualifizierung von Tagesmüttern gewährleistet sind. Dafür stehen neben den Mitteln der Bundesagentur für Arbeit zusätzlich bis zu neun Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds der EU zur Verfügung. „Geld das doch gar nicht besser investiert werden kann als in unsere Kinder“, so die Haushaltspolitikerin Waltraud Lehn (MdB).