Mehr Lebensqualität – auch im Alter

Referent Werner Arndt und der Vorstand der AG 60plus: v.L. Helmut Rottke, Ursula Meyer, Willi Kuprat, Werner Arndt, Renate Schettler, Helmut Scheer.

Bei der gut besuchten April-Sitzung der AG 60plus im insel-Saal sprach Sozialausschuss-Vorsitzender Werner Arndt (SPD) über den demografischem Wandel und über Möglichkeiten, wie die Stadt Marl damit umgehen kann und sollte. Mit der kurzen Formel “Wir werden älter, bunter und weniger“ beschrieb Werner Arndt den Wandel. Seit Jahren seien die Einwohnerzahlen in Marl wegen des Sterbeüberschusses rückläufig. Dazu verlassen immer mehr Menschen die Stadt. Diesem Trend müsse entgegengewirkt werden. Mit Stadt- und Wohnumfeldqualität, durch bedarfsgerechte Freizeit-, Sport und Kulturangebote und mit besten Bildungs- und Betreuungsangeboten müsse Marl wieder attraktiv für seine Bürger werden.

Werner Arndt, der auch Bewerber für das Bürgermeisteramt in Marl ist, möchte Menschen aller Generationen und aus allen Gesellschaftsschichten der Stadt ansprechen und sie zum Mitmachen ermutigen. Ein Leben auch im hohen Alter soll mit urbaner Lebensqualität verbunden sein. Den Bedürfnissen und Wünschen der älteren Menschen müsse mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, als dies bisher in Marl der Fall sei. Aufgrund der ständig wachsenden Zahl der Senioren sind Angebote in den Bereichen Wohnen, Freizeit, Kultur, Sport, und Verkehr auf diesen Personenkreis zuzuschneiden und auszuweiten. „Oft sind es aber die scheinbar kleinen Probleme“ so Werner Arndt „die den Senioren zu schaffen machen.“ So mahnte er eine bessere Zugänglichkeit der Busse für Fahrgäste mit Gehhilfen wie Rollatoren an. Busfahrer sollten nochmals darauf hingewiesen werden, an den Haltestellen darauf zu achten, dass körperlich beeinträchtigte Menschen gut einsteigen können.

Der Vorsitzende der SPD-AG 60plus, Willi Kuprat, bekräftigte, wie wichtig das Thema Generationenpolitik aus Seniorensicht sei. Damit zielte er auf die immer älter werdende Gesellschaft. Dieser Tatsache müsse Rechnung getragen werden. So seien dem Bau eines Aufzugs am Bahnhof Sinsen und dem barrierefreien Zugang am S-Bahnhof Marl-Mitte hohe Prioritäten einzuräumen, forderten Willi Kuprat und Werner Arndt übereinstimmend.