Rennstrecke Gräwenkolkstraße

In einem Schreiben wendet sich der SPD-Vorsitzende an Bürgermeisterin Uta Heinrich und spricht sie in ihrer Funktion als Baudezernentin an:

"Zum Jahreswechsel hatte ich bereits Herrn Seckler um Unterstützung gebeten, die auch erfolgt ist. Nun bedarf es aber der kontinuierlichen Verfolgung des Themas. Zudem möchte ich nicht auf ein abzusehendes Unfallereignis warten.

Anlass der Sorge in Sinsen war die Bitte der Anwohner der Gräwenkolkstraße sich vor Ort über die Verkehrssituation zu informieren. Anwohnerinnen und Anwohner beklagen schon seit langer Zeit, dass die Gräwenkolkstraße eine Rennstrecke ist. Auch wenn die Straße offensichtlich keinen Unfallschwerpunkt darstellt, so sei die Lärmbelästigung insbesondere in der Nacht unzumutbar. Derartige Geräuschbilder sind äußerst nachhaltig und können sehr belästigend wirken, auch wenn der üblicherweise anzuwendende, über den Tag gemittelte Dauerschallpegel weit unter den Grenzwerten liegt. Im Bewusstsein der Betroffenen bleiben aber die störenden Einzelereignisse haften.

Auf dem Abschnitt werden nach Beobachtung der Anwohner „Vorführfahrten“ mit exzessiv hohen Geschwindigkeiten und „sportliche Fahrmanöver“ vorzugsweise in der Nacht dargeboten. Begünstigt würde der „Rennfahrertrieb“ in Sinsen durch den Umstand, dass bis heute nur ein Drittel der Strecke mit einem Mittelstreifen ausgestattet wurde. Mit der Zeit und nach einigen Straßeninstandsetzungen ist dieser nämlich verlorengegangen. Nun fährt man in der Mitte der Straße und manche wähnen sich in der Nacht auf dem „Nürburgring“, obwohl dort nur km/h 50 erlaubt sind. Es entsteht der Eindruck, dass hier eine sogenannte Applaus-Strecke mit der damaligen Instandsetzung der Fahrbahn geschaffen worden ist! Nur ist den Anwohnerinnen und Anwohnern „auf der Tribüne“ nicht zum Applaus zumute.

Beobachtet haben die Anwohner mit großem Wohlwollen, dass nach meiner letzten Intervention verstärkt Geschwindigkeitskontrollen vorgenommen werden. Ich möchte nochmals dringend auf die Sorgen und Nöte der Anwohner hinweisen und bitte um den aktuellen Sachstand der Planungen und Maßnahmen."