Arbeitsplätze in Marl sichern und schaffen

Michael Groß MdB

In einem offenen Brief an Bürgermeisterin Uta Heinrich schreibt der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Groß:

"In unserer Stadt hat die Wirtschaftsförderung, die in Ihren Amtsbereich fällt, ihren Namen nicht verdient. Stattdessen gehen immer mehr Arbeitsplätze in Marl verloren: Die früheren Beschäftigten von Maxdata wurden im Stich gelassen. Nun stehen auch die Mitarbeiter von Hertie auf der Straße. Statt der zu erwartenden Unterstützung sahen und hörten wir von Ihnen nur Erstaunen und Hilflosigkeit.

Auch von ortsansässigen Mittelständlern erreichen uns immer wieder Unmutsäußerungen. Sie fühlen sich in Marl schlecht umsorgt und betreut. Mit Spannung warten wir darauf, wie es mit dem Projekt „Chinesisches Groß- und Außenhandelszentrum“ weitergehen wird. Die angekündigten neuen Arbeitsplätze wären dringend notwendig, um die jüngst verloren gegangenen Stellen zu kompensieren. Leider ist es um die Fortentwicklung des Projekts in letzter Zeit sehr still geworden. Im Sinne unserer Stadt und unserer Bürger ist dies hoffentlich kein schlechtes Zeichen. Noch bevor wir diesen Brief versenden konnten, wurden wir von der Meldung „China-Gastronom im Visier der Steuerfahnder“ überrascht. Da dieser als wichtiger Vermittler gilt, machen wir uns nun noch mehr Sorgen um die Realisierung des Außenhandelszentrums.

Unabhängig davon erwarten wir von Ihnen, wie bereits in den vergangenen Ratssitzungen angesprochen, Nachfolgelösungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hertie aufzuzeigen. Leider ist bisher eine Initiative Ihrerseits nicht festzustellen. Unserer Aufforderung, dass Sie sich mit Ihrem Amt und mit Ihrer Person für eine Transfer- und Auffanggesellschaft einsetzen, sind Sie nicht gefolgt.

Sehen Sie sich als Bürgermeisterin der Stadt nicht in der Verantwortung, Arbeitsplätze in Marl zu sichern und zu schaffen?"