Demografische Entwicklung berücksichtigen

Besonders interessiert ist die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus an der Arbeit des Baudezernats. Um Details über die dort anfallenden Aufgaben zu erfahren, lud der Vorsitzende Willi Kuprat Wolfgang Seckler zur Mitgliederversammlung ein.

„Zunächst einmal haben wir Marl unter die Lupe genommen“, begann Wolfgang Seckler. „Nach der Bestandserhebung wurde die Stadt bewertet und Schlussfolgerungen gezogen, um die künftige Entwicklung der Stadt danach ausrichten zu können.“ Wertvolle Anregungen, die in diese Überlegungen einfließen, erhielt Wolfgang Seckler bei den von ihm eingerichteten Bürgerrunden. Dort können Stadtteilbewohner und Amtsleiter im direkten Gespräch wichtige Themen wie Straßen, Spielplätze und Migration bereden.

„Wir werden uns damit abfinden müssen, dass Marl nicht wachsen wird“, so Wolfgang Seckler. „Perspektivisch müssen wir uns auf ein städtebauliches Niveau konzentrieren und darauf, dass wir für weniger Leute das gleiche zur Verfügung stellen können.“ Dabei sei für eine sinnvolle Stadtentwicklung der demografische Wandel zu berücksichtigen.

Neubaugebiete am Rande der Stadt führen dazu, dass die Menschen aus dem Zentrum in die Peripherie ziehen. Die Stadt wächst dann zwar, aber nur flächenmäßig, nicht in der Einwohnerzahl. Es heißt aber gleichzeitig, dass der Straßen- und Kanalbau ausgedehnt werden muss, von Polizei, Feuerwehr und Müllabfuhr längere Wege bewältigt werden müssen. Wolfgangs Secklers Vorschlag ist, die Wohnflächen im Zentrum zu konzentrieren. Vorhandene Ressourcen in den Stadtteilen sollten mit hochwertigen Mietwohnungen und Eigentum gefüllt werden, um eine gesunde Mischung der Bevölkerung zu erreichen.

Umfangreiche Projekte wie der Stadtumbau West, die Sanierung des City-Sees, die Sportplätze an der Hagenstraße und der Bau von fünf Kreisverkehren stehen noch in diesem Jahr auf dem Programm.