Bürgermeisterin häckselt Ruf der Stadt Marl

Peter Wenzel

„Wir haben in Marl Wichtigeres zu tun, “ beklagt der SPD Stadtverbandsvorsitzende Peter Wenzel die Diskussion um die Abberufung des Baudezernenten, „als uns auf eine Privatfehde Uta Heinrich gegen Wolfgang Seckler einzulassen!“ Wichtige Projekte könnten nun mit dem Konjunkturprogramm umgesetzt werden und der entscheidende Fach-Beigeordnete wurde trotz voller Entlohnung zur Untätigkeit verdammt. Mit der erneuten Entscheidungsvorlage für den Rat und mit der beabsichtigten Rechtsfolge, im Anschluss daran den Landrat mit der Angelegenheit zu befassen, wolle Frau Heinrich die Mitglieder des Rates der Stadt Marl zu Statisten degradieren. Denn Frau Heinrich sei überhaupt nicht gewillt, die Entscheidung des Rates zu akzeptieren.

„Dabei ist das Vorgehen von Frau Heinrich betreffend Wolfgang Seckler“, betont Wenzel „nicht nur menschlich unerträglich, sondern beschädigt zudem das Ansehen der Stadt!“ Hier würde mit aller Macht der Ruf der Stadt „gehäckselt“.

„Wenn wir als Kommunalpolitiker keine Wahl mehr haben, als den Weg zum Juristen zu beschreiten“, betont Wenzel, „dann ist diese Situation kennzeichnend für den bedauerlichen Zustand der Politikberatung im Rathaus!“ Mit Sorge sieht Wenzel die Auswirkungen auf Investoren, die mit Verwunderung wahrnehmen müssten, dass interne Angelegenheiten mit Juristen und großer Öffentlichkeit ausgetragen würden. „Wer will schon in diesem feindlichen Klima der Problemlösung seine Zukunft aufs Spiel setzen!“

„Die SPD stellt nicht den Umstand eines Fehlverhaltens in Frage,“ betont Wenzel, „allerdings ist die Untersagung der Dienstgeschäfte vollkommen unangemessen und keinesfalls gerechtfertigt.“ Auch wenn die Bürgermeisterin weiterhin beabsichtigt, dem Rat der Stadt Marl vorzuschlagen, Herrn Seckler zu entfernen, so wird gleichwohl die SPD einen solchen Beschluss nicht mittragen wollen.

Weiterhin würde zudem über alle Parteigrenzen hinweg der Eindruck bestätigt, dass Seckler als Baudezernent „einen guten Job mache“. Er gelte als einsatzfreudig, kompetent und hätte sich in seiner Funktion als Beigeordneter nie etwas zu Schulden kommen lassen.

„Ich persönlich habe der Bürgermeisterin immer wieder meine Hand gereicht, um zu einer gemeinsamen und wenn gewünscht auch vertraulichen Lösung zu gelangen,“ bedauert Wenzel „aber leider bleibt Frau Heinrich ihrem Konzept treu: entweder habe ich Recht oder keiner!“