SPD fordert Perspektiven für Hertie-Mitarbeiter

Entsetzt reagiert die SPD auf die Meldung, dass Hertie im Marler Stern geschlossen werden soll. „Dass erneut Arbeitsplätze verloren gehen, ist nicht zu akzeptieren“, so der Fraktionsvorsitzende Michael Groß. „Die Verwaltung muss diesmal, im Gegensatz zu Maxdata, ihre Kräfte bündeln, sie unterstützend und als Lokomotive einbringen. Während in anderen Städten Bürgermeister vor den Toren demonstrieren, nimmt Frau Heinrich solche Entwicklungen scheinbar nur erstaunt und hilflos zur Kenntnis.“

Falls die Schließung definitiv ist, müsse sofort an Perspektiven für die Mitarbeiter und den Standort gearbeitet werden, so Michael Groß weiter. Bürgermeisterkandidat Werner Arndt ergänzte: „Ein Leerstand ist nicht tolerierbar. Es muss befürchtet werden, dass der Verlust des Einkaufsmagneten Hertie negative Einflüsse auf den kleineren Einzelhandel und die Dienstleister in der Nachbarschaft hat.“

In einem Dringlichkeitsantrag fordert die SPD-Fraktion Bürgermeisterin Uta Heinrich umgehend zu einem Bericht auf. Der soll klären, welche Maßnahmen sie seit dem Insolvenzantrag des Unternehmens getroffen hat und wie lange sie schon von der drohenden Schließung Kenntnis hat. Wie eng waren die Kontakte zum Unternehmen und zum Betriebsrat? Laufen Gespräche mit der Arbeitsagentur, um den Mitarbeitern neue Perspektiven zu ermöglichen? Welche Initiativen hat die Stadt als Mitglied der Eigentümergemeinschaft entwickelt?

„Die von der Bürgermeisterin betriebene Wirtschaftsförderung greift nicht“, kritisierte Michael Groß. „Offenbar gab und gibt es keine Kontakte zu krisengeschüttelten Unternehmen in Marl.“ Und Werner Arndt fügte hinzu: „Jetzt gehören die großen Eigentümer des Einkaufzentrums ganz schnell an einen Tisch, um zügig Zukunftskonzepte für den Standort zu entwickeln. Gefordert ist jetzt ein vernünftiges Centermanagement.“