Prominenter Besuch aus Berlin

Politisches Trio mit dem Bürgermeisterkandidaten Werner Arndt, dem Bundesminister für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, und dem Bundestagskandidat Michael Groß.

Arbeit und Soziales, passend zum Besuch des Bundesministers Olaf Scholz, waren die Themen des diesjährigen Neujahrsempfangs der SPD. Zusammen mit SPD-Bürgermeisterkandidat Werner Arndt und Bundestagskandidat Michael Groß ehrte er die Beschäftigungsinitiativen rebeq, Alte Schmiede und Werkstatt Brassert für ihr herausragendes bürgerschaftliches Engagement.

Lange vor Beginn waren die Stühle bis auf den letzten Platz besetzt. „Noch mehr dürfen schon aus Sicherheitsgründen nicht ins Rathaus“, scherzte Werner Arndt. In seiner Begrüßungsrede stimmte er auf die bevorstehenden Wahlen ein und warb für eine Soziale Stadt Marl – eine Mitmachstadt: „Als Bürgermeister will ich alle positiven Kräfte unserer Stadt bündeln, die Blockade zwischen Verwaltung und Politik aufheben.“

Der Vorsitzende Peter Wenzel rief die Grundsätze der SPD, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität in Erinnerung und wünschte allen Gästen „mehr wollen zu können statt mehr müssen zu müssen“. Mit Spannung erwartet wurde Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales. In seiner Rede ging er auf das aktuelle, in wesentlichen Teilen aus den Reihen der SPD stammende Konjunkturprogramm der Bundesregierung ein. Investitionen in die Infrastruktur, in Schulen, Kindergärten und Straßen, seien notwendig. Er kritisierte, wenn dafür vorgesehenes Geld nicht in den Kommunen ankommt: „Landesregierungen dürfen nicht auf Krisen warten, damit die Schulen mal wieder gestrichen werden.“

Die Unternehmen rief der Bundesarbeitsminister dazu auf, an ihren Arbeitnehmern festzuhalten. Sinnvolle Hilfen seien dabei die Zuschüsse zu Qualifizierungsmaßnahmen und das auf 18 Monate verlängerte Kurzarbeitergeld. „Auch in schwierigen Zeiten dürfen wir uns nicht damit abfinden, dass viele keine Arbeit haben.“ Für die kommenden Wahlen setzt Olaf Scholz auf die „Kampfkraft der deutschen Sozialdemokraten, die man nicht unterschätzen sollte“. Mit viel Pragmatismus und viel Herz seien die Marler Kandidaten zu unterstützen.

Viele prominente Gäste verfolgten die rundum gelungene Veranstaltung. Mit dabei waren Jutta Haug (MdEP), Waltraud Lehn (MdB), Margret Gottschlich (MdL), Karl-Heinz Auerhahn (IGBCE), Norbert Maus (Betriebsrat AV) und Hans-Werner Kazmierczak (Betriebsrat Evonik). Musikalisch rundeten der Chor des Heimatvereins „Länks de Biek“, der Jugendchor St. Bartholomäus Marl-Polsum und die Kindergruppe „Feenklang and friends“ das schlüssige Programm der Marler SPD ab. Zum Abschluss gab es Gespräche bei Bier, Brause und Musik von Carsten Tewes am Piano.