Naturschutz und Erholung dürfen kein Widerspruch bleiben

„Das berechtigte Interesse des Naturschutzes muss selbstverständlich ebenso gewahrt werden wie das Interesse der Bürgerinnen und Bürger, sich an der Natur-Oase „Die Burg“ zu erfreuen“, betont Bürgermeisterkandidat Werner Arndt den Ausgleich der Interessen. Gemeinsam mit dem SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Peter Wenzel ist Werner Arndt von Bürgerinnen und Bürger angesprochen worden, die kein Verständnis für die großangelegte Einzäunung der Wege in „der Burg“ zeigen.

„Der Übereifer der Fachleute verursacht beim ‚Burgliebhaber‘ nur Kopfschütteln, “ beklagt der Stadtverbandsvorsitzende Peter Wenzel, „und zerstört die außergewöhnliche Naturperle Marls!“
„Manche Menschen reisen weit in den Urlaub,“ so Arndt, „um einen derart schönen Wald mit urigem und natürlichem Bachlauf zu bewundern!“ „Nun dominieren Zäune das Bild und man fühlt sich wie im ehemaligen Löwenpark in Westerholt“, ergänzt Wenzel mit einem Augenzwinkern.

„Die Burg“ sei sehr schön und begeistert dementsprechend die Bürgerinnen und Bürger, aber vor allem Hundeliebhaber. Sie lockt praktisch zu Spaziergängen, und dies ist gleichzeitig Ursache des Problems. Fachleute meinen, das 142 Hektar große Waldgebiet braucht eine "Besucherlenkung". Und die richtet nun der Kreis ein.

Ein Konzept musste her, um das Naturschutzgebiet zu schützen und deshalb wurden jetzt im nördlichen Bereich einige Wege gesperrt. Vor allem aber der sehr beliebte Weg vom öffentlichen Spielplatz im Nonnenbusch direkt am Bach entlang in die Burg ist nun gänzlich gesperrt. Jogger, die seit vielen Jahren den Weg nutzen, haben kein Verständnis dafür. „Es kann doch nicht sein“, so ein Jogger, „dass aufgrund von wenigen Rüpeln im Wald hunderten von Bürgern die Wege versperrt werden.“
Spaziergängern sollen nun auf zwei bis drei Zugänge zum malerischen Silvertbach zurückgedrängt werden.

„Der Naturschutz soll ein größeres Gewicht bekommen“, lässt Werner Arndt keinen Zweifel aufkommen, „aber die eine oder andere Streckenführung bzw. der ein oder andere Zaun sollte überdacht werden.

Derzeit werden die Arbeiten im Auftrag des Kreises ausgeführt. Die zwei Sozialdemokraten wollen nun mit Landrat Jochen Welt Kontakt aufnehmen, um auf das Bürgerinteresse hinzuweisen und die „Einzäunung des Kreises“ zu mildern.
„Solche Maßnahmen müssen vom Bürger verstanden werden“, so die Genossen und in der jetzigen Ausführung würden sie eher als Schikane empfunden.