SPD setzt auf Michael Groß

Der Marler Sozialdemokrat Michael Groß (51) ist wie erwartet von seiner Partei zum Bundestagskandidaten im Wahlkreis 123 ernannt worden.

Bei der Wahlkreis-Delegiertenkonferenz gestern Abend in Marl erhielt Groß 75 von 77 Stimmen. Zwei Parteimitglieder votierten mit Nein.

Der 51-Jährige möchte die Nachfolge der Bundestagsabgeordneten Waltraud Lehn (SPD, Marl) antreten, die mit der Bundestagswahl 2009 von der Berliner Bühne abtritt. Groß war gestern Abend der einzige Bewerber. Er wurde von allen beteiligten Stadtverbänden unterstützt. Der Wahlkreis 123 umfasst die Städte Datteln, Haltern, Herten, Marl und Oer-Erkenschwick.

Michael Groß ist seit 30 Jahren Mitglied der SPD. Er begann bei den Jungsozialisten. Über den Ortsvereinsvorsitz führte sein politischer Weg zum Vorsitzenden des Marler Stadtverbandes und schließlich zum Chef der SPD-Fraktion im Marler Stadtrat.

Nach seiner Ausbildung zum Vermessungstechniker, anschließendem Studium sowie weiteren Qualifizierungen arbeitete Michael Groß zunächst in den Psychologischen Beratungsstellen des Kreises und der Stadt Marl. Dann wechselte er als Referent zum Diakonischen Werk Westfalen nach Münster und wurde Geschäftsführer des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Derzeit ist der Familienvater Leiter des Geschäftsbereiches Kinder-, Jugend- und Familienhilfe bei der Arbeiterwohlfahrt im Unterbezirk Recklinghausen.

Bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr tritt der Marler SPD-Politiker gegen die Christdemokratin Astrid-Timmermann-Fechter (45) an. Groß sieht sich bei diesem Duell in der Favoritenrolle. Das Direktmandat in diesem Wahlkreis ging in der Vergangenheit regelmäßig an die SPD.