Klare Mehrheit für Michael Groß

Marl. 75 von 77 Stimmen, rhythmisches Klatschen, ein Strauß roter Blumen. Michael Groß wurde am Donnerstagabend zum SPD-Bundestagskandidaten im Wahlkreis 123 (Datteln, Haltern am See, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick) gewählt, keine Frage.

Der Fraktionsvorsitzende im Marler Rat ist seit 30 Jahren in der Partei und seit sechs Jahren in der IG BCE. Sein Ziel sei soziale Gerechtigkeit, erklärte er am Ende seines kleinen volkswirtschaftlichen Exkurses, in dem es unter anderem um Kinderarmut und die Wirtschaftsweisen, Agenda 2010 und Neoliberalismus ging. Er forderte, dass man mit Mindestlöhnen an der Spitze stehen müsse, er forderte die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, gleiche Startchancen für jedes Kind und eine Politik für den Mittelstand, die Arbeitnehmer und die Benachteiligten.

Partei und Gewerkschaft müssten solidarisch zusammenarbeiten, nur so könne man hoffen, dass es „überall im Revier rote Rathäuser gibt”.

Waltraud Lehn, die derzeitige Bundestagsabgeordnete, die gerne noch vier Jahre weiter gemacht hätte, war nicht erschienen. Sie war in Berlin, wie es hieß, „unabkömmlich”.