Brasserter Marktplatz bleibt Gesprächsthema

Bürgerinnen und Bürger wollen nächtliche Ruhestörung, Verschmutzung und Pinkelecken am Marktplatz nicht länger hinnehmen. Sie kamen zur offenen Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins Brassert und brachten ihre Anregungen mit, wie die derzeitige Situation verbessert werden könnte.
Davon, wie viel Abfall über Nacht liegen bleibt, konnten sich Besucher des Wochenmarktes am Samstag wieder einmal mit eigenen Augen überzeugen.

Standbetreiber beschwerten sich bei Marktmeister Udo Karch, weil sie nicht länger bereit sind, ihre Stände auf einer Müllhalde aufzubauen. Als aller erste Gegenmaßnahme werden durch die neuma in Rücksprache mit dem Ordnungsamt in Kürze mehrere Mülleimer installiert. Dies bestätigte Geschäftsführer Dr. Hartmut Benecken gegenüber dem Brasserter SPD-Chef Michael Groß.

Weil weder Marktbetrieb noch Parkplatz die vorhandene Fläche vollständig ausnützen, wurden Wünsche nach einem attraktiven Gaststättenangebot wie einem Biergarten oder einem größeren Eiscafe geäußert. Sogar kleinere Musikveranstaltungen, beispielsweise Angebote der Musikschule, wären denkbar. Den Marktplatz, zumindest in den ungenutzten Bereichen, aufzuwerten, kann mit dazu beitragen, Brassert als Stadtteil neu zu beleben und dem Abwandern des Einzelhandels entgegenzuwirken. Das Platzangebot für Wochenmarkt und parkende Autos bleibt dabei völlig unberührt.

„Um eine „Verschlimmbesserung“, wie es in einem Artikel hieß, zu vermeiden, laden wir jetzt, lange im Vorfeld, Bürger und Geschäftsleute zu Gesprächen ein“, begründet Michael Groß die Bürgerbeteiligung. „Fehler aus der Marler Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen.“ In weiteren öffentlichen Zusammenkünften sollen deshalb sinnvolle und durchführbare Ideen, die alle Aspekte und Bedürfnisse berücksichtigen, gemeinsam mit allen Interessierten erarbeitet und diskutiert werden.