Arbeitnehmer in der Globalisierungsfalle

Michael Groß MdB

Maxdata, Hertie, Wehmeyer, Eis Schroer: In den vergangenen Wochen häuften sich plötzliche Schließungen und Insolvenzanträge örtlicher Betriebe. Auch wenn der Auslöser für die Insolvenzen und Schließungen meist nicht bei den Kommunen liegt, sind sie dennoch direkt davon betroffen. „Wirtschaftsförderung ist eine wichtige Aufgabe der Stadt Marl“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Groß. „Wir haben die Verwaltung aufgefordert, mögliche Hilfemaßnahmen für die alleine bei Maxdata rund 300 Beschäftigten aufzuzeigen.“

Um ihren Arbeitsplatz behalten zu können, waren und sind Mitarbeiter in schwierigen Zeiten zu vielem bereit: Sie akzeptierten längere Arbeitszeiten, geringeren Lohn und weniger Urlaub. Doch mit welchem Erfolg? Meist ist die Sicherheit der Arbeitplätze durch solche Zugeständnisse nur von kurzer Dauer. „Es ist die Aufgabe der Bundesregierung und der Europäischen Union, dafür zu sorgen, dass in möglichst vielen Ländern Rahmenbedingungen für vergleichbare Wettbewerbssituationen geschaffen werden. Betriebe dürfen ihre Standorte nicht einfach schließen können, nur weil ihre Gewinnerwartungen nicht erfüllt werden“, ärgert sich der Fraktionsvorsitzende Groß. „Unternehmensleitungen sollten ihre soziale Verantwortung ernst nehmen.“ Die Globalisierung sei weder im Dienstleistungssektor noch im Technologiebereich ein Allheilmittel. Statt der erwarteten Eröffnung neuer Perspektiven würde der Wettbewerb verschärft, immer mehr deutsche Arbeitsplätze würden vernichtet.

Mit dem Vorschlag der SPD, Arbeitskosten durch die Verringerung der Lohnnebenkosten zu senken und die sozialen Sicherungssysteme in stärkerem Maße durch Steuern zu finanzieren, sei die SPD auf dem richtigen Weg, ist Michael Groß überzeugt. „Nur so können deutsche Arbeitsplätze auf Dauer konkurrenzfähiger und damit sicherer gemacht werden.“