Kreisleitstelle bündelt Ressourcen

Seit einem Monat ist der Notruf 112 auf die gemeinsame Kreisleitstelle Recklinghausen aufgeschaltet. Für die SPD ein willkommener Anlass, sich im Rahmen der Sommer(fr)aktion über den genauen Ablauf zu informieren. Der Rechts- und Ordnungsdezernent des Kreises Recklinghausen, Klaus-Dieter Kretschmann, der Leiter der Kreisleitstelle, Robert Gurk, und der Fachbereichsleiter für Recht, Sicherheit und Ordnung, Ulli Seidel, zogen ein erstes Resümee.
„Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich nichts. Wie bisher bekommen sie in allen Notfällen schnellstmöglich professionelle Hilfe“, erläuterte Kretschmann. Ziel der Kreisleitstelle sei, Ressourcen zu bündeln, so Leiter Robert Gurk. Die Koordination werde auf einen Punkt konzentriert, so dass nun mehr Personal auf den Fahrzeugen sei. Besonders erfreut war Bürgermeisterkandidat Werner Arndt über das Lob an die Marler Feuerwehr und Rettungsdienste für Personal, Technik und Ausbildung.

In der Leitstelle, die sich im Gebäude der Recklinghäuser Feuerwehr befindet, arbeiten 33 Beamte und Beamtinnen im Wechseldienst, drei im Tagesdienst. Sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen die normale Besetzung. Für Einsätze bei sogenannten Großschadensereignissen wie beispielsweise beim Orkan „Kyrill“ oder dem Kanalauslauf in Olfen, aber auch für vorbeugende Maßnahmen wie während der Fußballeuropameisterschaft, steht ein Stabsraum zur Verfügung.

Dank neuester Technik sind alle Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen im Kreis direkt alarmierbar. Ein Funkmeldesystem zeigt der Leitstelle an, welche Einsatzfahrzeuge verfügbar sind. Der genaue Einsatzort wird dann an die mit GPS ausgestatteten Fahrzeugen weitergegeben. Mit Hilfe der umfangreichen Datenbank im Hintergrund werden auch althergebrachte Ortsangaben wie „Am dicken Stein“ sofort gefunden.