Ganztagsoffensive

Schulausschussvorsitzende Gabi Hawig (SPD) fordert eine Beteiligung Marler Schulen an zwei Programmen der Ganztagsoffensive des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und unterstützt damit den entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion. Die beiden Programme richten sich an alle Schulen und Schulformen der Sekundarstufe I.

Mit dem „1000-Schulen“-Programm können Räumlichkeiten und Ersteinrichtung für Aufenthalts- und Verpflegungszwecke mit einem Landeszuschuss von bis zu 100000 Euro gefördert werden, wenn der Eigenanteil des Schulträgers mindestens genau so hoch ist. Hier erwartet Gabi Hawig von der Verwaltung eine finanzielle Darstellung und haushaltstechnische Überprüfung. Es sollte sichergestellt sein, dass die Landesmittel nicht verloren gehen.

Das Programm „Geld oder Stelle“ ersetzt zum 1. Februar 2009 das Programm „13 plus“ in der Sekundarstufe I. Jedes Jahr können die Schulen neu entscheiden, ob sie Geld oder Stellenanteile aus diesem Programm erhalten wollen. An Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht muss jede Schule eine Übermittagsbetreuung gewährleisten. Darüber hinaus können die Schulen über das Programm ergänzende außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote bereitstellen.

Zunehmend wollen auch die weiterführenden Schulen der Stadt Marl ihr Ganztagsangebot ausweiten, so Hawig. Insbesondere an den Gymnasien wird dies notwendig vor dem Hintergrund des verkürzten Abiturs nach 12 Jahren. Hier besteht Handlungsbedarf.

Da außerdem immer mehr Eltern für ihre Kinder im Grundschulalter das Angebot des offenen Ganztages nutzen und ihre Lebensplanung danach ausrichten, werden sie bei dem Übergang in die Sekundarstufe I auf ein Ganztagsangebot angewiesen sein oder nicht darauf verzichten wollen.

Eine entsprechende Infrastruktur und eine gesunde und ausgewogene Mittagsverpflegung spielen folglich eine immer größere Rolle auch in den weiterführenden Schulen. Schulträger und Politik müssen deshalb rechtzeitig die richtigen Weichen stellen. „Mit der Ganztagsbetreuung wurden bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Sie sollte nach der Grundschule nicht einfach aufhören“, begründet der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Groß, der sich besonders für eine nachhaltige Familien- und Bildungspolitik einsetzt.