Wir müssen uns unterhaken

„Wenn Willi ruft, komme ich“, eröffnete SPD-Stadtverbandschef Peter Wenzel scherzhaft das Treffen der Arbeitsgemeinschaft 60 plus, zu dem der Vorsitzende Willi Kuprat eingeladen hatte. „Ich komme deshalb gerne, weil 60 plus ein wichtiger Aktivposten in unserer Partei ist.“
„Wir haben schon viel erreicht“, fasste Peter Wenzel die Erfolge der Marler SPD zusammen: Ab dem kommenden Kindergartenjahr werde es im jedem Stadtteil von Marl Betreuungsplätze für Unter-Dreijährige geben. Auch die Straßensanierung gehe stetig voran. Besonders stolz ist der Parteivorsitzende, dass es der SPD gelungen ist, die Privatisierung der Paracelsus-Klinik zu verhindern und den Beschäftigten eine sechsjährige Arbeitsplatzgarantie beim Betriebsübergang im Zusammenschluss mit der Knappschaft geben zu können.

Mit Blick auf die kommenden Wahlen warb er für die beiden Bundestags- und Bürgermeisterkandidaten Michael Groß und Werner Arndt, die sich den Delegierten im Herbst zur Wahl stellen. „Wir sind in Marl gut aufgestellt“, verkündete Wenzel zuversichtlich. Werner Arndt sei seit vielen Jahren in der SPD aktiv, das Bürgerbüro mit ihm kompetent besetzt.

Angesprochen auf die momentane Situation der SPD und mögliche Koalitionspartner, erwiderte Wenzel: „Es ist wie beim Schwimmen: Wir müssen gerade Bahnen ziehen und uns durch die anderen nicht beirren lassen.“ Er selbst werde sich dafür einsetzen, dass die SPD in Marl stärkste Fraktion bleibe. „Wir müssen uns unterhaken und unseren Bürgerinnen und Bürgern Antworten zu den Themen liefern, die sie interessieren.“ Geholfen werden müsse vor allem dort, wo das Geld nicht mehr reicht, stellte der SPD-Chef klar.