Ein Praktikum als ersten Schritt

Ausbildungspatenkind Mustafa Çabuk beim Praktikum in dem metallverarbeitenden Betrieb Unternehmen Busch & Sohn in Schermbeck.

Gut vier Monate ist es nun her, dass Axel Großer, Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA), die Ausbildungspatenschaft für Mustafa Çabuk (16) übernommen hat. Seitdem ist schon viel passiert. Mustafa hat die Schule mit dem Hauptschulabschluss in der Tasche verlassen. Direkt im Anschluss begann er bei dem Schermbecker Unternehmen Busch & Sohn, einem metallverarbeitenden Betrieb mit 36 Beschäftigten, ein dreiwöchiges Praktikum.

Ausbildungsleiter Rolf Jehring schilderte seinen ersten Eindruck: Mustafa ist arbeitswillig, wissbegierig und aufgeschlossen. Lediglich in Mathematik hat er noch kleine Schwächen. Doch Mustafa ist bereit, daran zu arbeiten und die Defizite auszugleichen. Denn für ihn ist das Praktikum eine echte Chance, vielleicht der erste Schritt zu einem Ausbildungsplatz als Anlagenmechaniker und damit in das Berufsleben.

Busch & Sohn bilden pro Lehrjahr einen Auszubildenden aus. Weil der Behälter- und Apparatebau ein sehr spezieller Bereich ist, legt die Firmenleitung großen Wert darauf, eigene Leute anzuleiten und diese anschließend auch weiter im Betrieb zu beschäftigen. „Wir wünschen uns, dass sich der Nachwuchs auch menschlich in unser Familienunternehmen einpasst“, führte Markus Busch aus, der als vierte Generation in den seit inzwischen 105 Jahren erfolgreichen Betrieb eingestiegen ist.

Axel Großer ist als Ausbildungspate für Mustafa Ansprechpartner, Ratgeber und Vertrauter zugleich. Dass sein „Patenkind“ nun eine Zukunftsperspektive hat, freut ihn als Sozialdemokraten besonders. „Aber es wäre auch schön, wenn Marler Betriebe dem Beispiel von Busch & Sohn folgen, jungen Menschen trotz mäßigem Schulabschluss eine Chance geben würden“, so der AfA-Vorsitzende. „Ein Praktikum ist für beide Seiten eine gute Gelegenheit zu klären, ob der Beruf wirklich geeignet ist.“