Ja-Sager gesucht?

Bürgermeister kommen und gehen. Dagegen sorgt Klaus-Peter Lauche als Personalchef der Verwaltung und Leiter des städtischen Hauptamtes inzwischen seit Jahrzehnten mitverantwortlich und gestaltend für eine funktionierende Verwaltung. Zumindest bis jetzt. Überrascht zeigt sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Groß über den erneuten Eingriff in die Zuständigkeitsbereiche wichtiger Personen im Rathaus durch Bürgermeisterin Uta Heinrich. Enge Mitarbeiter wie Klaus-Peter Lauche, der sich durch langjährige Erfahrung in der Personalführung und durch umfassenden Sachverstand auszeichnet, sollten doch eher zur rechten Hand gemacht als in ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden. „Frau Heinrich scheint nicht in der Lage zu sein, mit ihren Mitarbeitern umzugehen. Diesmal soll Klaus-Peter Lauche Opfer werden.“

Die Vermutung liegt nahe, dass die Bürgermeisterin ihr letztes Amtsjahr möglichst einfach gestalten möchte. „Gesucht werden anscheinend nur angepasste Ja-Sager“, mutmaßt Michael Groß. Dass der Betroffene über die geplante Veränderung im Vorfeld nicht persönlich informiert wurde, sondern aus der Presse davon erfuhr, passe in das leider schon altbekannte Handlungsschema der Bürgermeisterin. Kompetenzverlust in wichtigen Bereichen führe zu Stillstand und diesen hätte Marl schon zu lange zu beklagen, ergänzt der Fraktionsvorsitzende.