Für ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis

Seit Jahren pflegt die SPD-Fraktion regelmäßige Kontakte zu allen Marler Moschee-Vereinen. Gerne folgten die Genossen daher der Einladung der Kuba-Moschee, um den lange bestehenden Dialog fortzusetzen.

Diskutiert wurde auch der angedachte, aktuell bei der Stadtverwaltung beantragte Standortwechsel: Der Verein möchte sich räumlich vergrößern und notwendige Parkräume schaffen. SPD-Fraktion und Vereinsmitglieder teilen den gleichen Wunsch: Die Moschee aus der Wohnbebauung an der Sickingstraße herauszunehmen. Darüber, dass die Verlagerung nur in einem transparenten Verfahren in Abstimmung mit Verwaltung, Politik und Anwohnern erfolgen kann, war man sich einig.

Besonders erfreulich war ihre Offenheit gegenüber der deutschen Sprache. Dadurch angeregt, will Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka (SPD) nun prüfen, ob Sprachkurse künftig auch im Stadtteil Hüls, eine Außenstelle der insel-VHS liegt direkt nebenan, angeboten werden könnten. Kurze Wege und eine vom Moschee-Verein organisierte Kinderbetreuung würde vielen die Teilnahme erleichtern. „Sprachkompetenz ist eine Grundvoraussetzung für ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis“, betonte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Werner Arndt. „Ich freue mich über die Bemühungen des Vereins, ihre Mitglieder zu motivieren.“ Als gute Vorbilder sind Vorbeter Şuayip Çalişkan und seine Frau, die beide einen Deutschkurs absolvieren, vorangegangen.
Positiv nahmen die Genossen zur Kenntnis, dass die Zahl der Einbürgerungswilligen steigt. Neben den Vorsitzenden Ahmed Belüren und Ali Ötzbay besitzt bereits ein außergewöhnlich hoher Anteil der 210 Vereinsmitglieder die deutsche Staatsbürgerschaft. Willi Kuprat, Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus, regte eine Zusammenkunft der türkischen und deutschen Senioren für gemeinsame Gespräche und mögliche Aktivitäten an. Abschließend wurden die SPD-Mitglieder zum traditionellen Ölringen im Gerhard-Jüttner-Stadion am 8. Juni eingeladen und baten die Gastgeber im Gegenzug, am Haldenfest der SPD auf der Lipper Höhe am 21. Juni teilzunehmen.