10 Prozent Ersparnis sind drin

Willi Kuprat, Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus bedankt sich bei Reint Jan Vos von der Marler Verbraucherzentrale, der die Seniorinnen und Seniorenen über Einsparmöglichkeiten bei Strom- und Gaspreisen informierte.

Steigende Preise, wohin man auch blickt. Doch mit relativ wenig Aufwand lässt sich Geld sparen, ohne gleichzeitig Einbußen in der Lebensqualität hinnehmen zu müssen. Und genau daran war der Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus, Willi Kuprat, interessiert, als er Reint Jan Vos von der Verbraucherzentrale bat, über Strom- und Gasanbieter zu informieren. Ein wichtiges Thema, fanden die etwa 50 Besucher, insbesondere als sie hörten, dass Marl die vierthöchsten Strompreise von ganz Deutschland aufweist.

„Jeder, der eine Wohnung oder ein Haus bezieht, erhält auch automatisch Strom“, erklärte Vos. „Das gehört zur sogenannten Grundversorgung, die bei uns die RWE übernimmt.“ Der Verbraucher hat ein garantiertes Anrecht auf Stromlieferung ohne Unterbrechung. Das heißt aber nicht, dass dieser Strom auch kostengünstig ist. Durch den Wechsel zu einem geeigneten Anbieter und dem entsprechenden Tarif sei eine Ersparnis von 10 Prozent möglich, so der Experte.

Zu bevorzugen seien Verträge mit kurzen Laufzeiten und Kündigungsfristen. Dagegen zeigte sich Vos skeptisch bei Anbietern, die mit einem Bonus locken: „Häufig verbergen sich dahinter teure Angebote.“ Auch bei Vorauszahlungen mahnte er zur Vorsicht. Falls die Firma Pleite geht, ist das Geld weg. Gute Einsparchancen gäbe es durch den Kauf von Strompaketen, die aber gleichzeitig ein höheres Risiko beinhalten: Wird die gekaufte Strommenge überschritten, muss der Mehrverbrauch meist teuer bezahlt werden. Wer weniger verbraucht, hat Geld verschenkt.

Unkompliziert ist der Wechsel an sich, die richtige Wahl des Anbieters schon mit mehr Aufwand verbunden. Für diejenigen, die Unterstützung suchen, bietet die Verbraucherzentrale gegen eine geringe Gebühr entsprechende Beratungen an. „Sicherlich werden sich einige von uns diese interessanten Informationen zu Herzen nehmen und bald bei Ihnen vorsprechen“, verabschiedete Willi Kuprat seinen Gastreferenten.