Obersinsen muss entwickelt werden

„Der Ortskern von Obersinsen muss neu überplant und entwickelt werden.“ Diese Ansicht vertraten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Sinsen/Lenkerbeck gestern bei einem Ortstermin vor dem ausgebrannten Sonnenstudio an der Ecke Wacholderstraße/In de Flaslänne in Obersinsen (die MZ berichtete gestern).

„Regelrecht beklemmend“, finden die Genossen das Bild im Ortskern, der neue Brandfall sei praktisch in Sichtweite der Brandruine des evangelischen Kindergartens, der unlängst Opfer einer Brandstiftung war. Dazwischen liege nur der trostlose Anblick eines seit zwei Jahren leer stehenden Supermarkts. „Kein Wunder“, so die
SPD, „dass manch einer meint, hier ginge langsam alles den Bach runter.“ Sehr enttäuscht sind die Sinsener, dass es nach positiven Beschlüssen in allen Details für den Neubau eines Lebensmittelgeschäfts am Standort offenbar in letzter Minute einen Rückzieher des Investors gibt.
„Wir werden uns keinesfalls mit der Situation abfinden“, erklärt der stellvertretende OV-Vorsitzende Lutz Schindler. „Favorit bleibt für uns ein zentraler Supermarkt in Obersinsen, aber wenn es nach mehr als zwei Jahren intensiver Bemühungen nicht gelingen will, einen Betreiber zu finden, muss man Realist sein und nach einem neuen
Konzept suchen, das den gesamten Ortskern neu gestaltet, etwa durch den Neubau seniorengerechter Wohnungen, ergänzt durch eine kleine Ladenzeile für einen Getränke-Shop und Ähnliches.“ Dazu müsse mit allen Interessenten am Ort gesprochen werden.
Die SPD lädt den neuen Baudezernenten Seckler zu einem Ortstermin nach Sinsen ein.