Delegiertenkonferenz der Marler SPD

Erster Träger der Günter-Eckerland-Medaille ist Harald Berger, der vom

Eine wichtige Entscheidung stand für die Delegierten der Marler SPD auf dem Programm: Die Nominierung von Michael Groß als Bundestagskandidaten. Gleich zu Beginn der Veranstaltung erklärten die Stadtverbandsvorsitzenden von Haltern, Herten und Oer-Erkenschwick, Erwin Kirschenbaum, Carsten Löcker und Andreas Krebs, deren Städte neben Datteln mit zum Bundestagswahlkreis gehören, ihre Zustimmung zum Marler Vorschlag. Alle freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit mit Michael Groß, hieß es übereinstimmend.

Ein besonderer Programmpunkt war die erstmalige Verleihung der Günter-Eckerland-Medaille. Geehrt wurden mit dieser Auszeichnung Harald Berger, der sich durch seine Bürgernähe und vor allem im musikalischen Bereich verdient gemacht hat. „Er ist ein Mann der leisen Töne, der immer hilft und Kinderherzen mit Musik erfüllt“, charakterisierte ihn der Stadtverbandsvorsitzende Peter Wenzel.
Ihre Nähe zur Gewerkschaft machte die SPD deutlich, indem sie die Ver.di-Geschäftsführerin, Andrea Becker, zu einem Vortrag eingeladen hatte. Ihr Thema war die aktuelle Tarifrunde im öffentlichen Dienst. Sie legte die Gründe für ihre mit Warnstreiks untermauerten Forderungen dar und klärte auf, was wirklich von den bisherigen Arbeitgeberangeboten zu halten sei.

Mit Spannung wurde die Rede von Michael Groß erwartet. Kinder, Familie und Bildung waren die wichtigsten Punkte. Gleiche Chancen für alle sollten durch höheres Kindergeld, mehr Bafög, gebührenfreies Studium und beitragsfreie Kindertagesstätten geschaffen werden, so seine Forderungen. „Sozial-, Beschäftigungs-, Wirtschafts- und Umweltpolitik dürfen nicht im Widerspruch zueinander stehen“. Unter dem Stichwort „ungezügelter Kapitalismus“ kamen auch Aspekte wie die aktuellen Fälle Nokia und Zumwinkel zur Sprache.

66 Delegierte waren zur Konferenz erschienen, 66 Delegierte stimmten für Michael Groß. So deutlich war noch nie ein Ergebnis ausgefallen. Entsprechend erfreut fielen die Schlussworte der jetzigen Bundestagsabgeordneten Waltraud Lehn und des Marler SPD-Vorsitzenden Peter Wenzel für den neuen Kandidaten aus.