Jeder Cent ist sicher

Ulrich Neuhofen, Willi Kuprat

Seit bekannt werden der WestLB-Krise sind viele Sparer verunsichert. Die AG 60 plus nahm diese Sorgen zum Anlass, um zu ihrer Monatsversammlung einen Experten zum Thema Geld und Vermögen einzuladen. Der stellvertretende Marktleiter der Sparkasse Vest, Ulrich Neuhofen, sprach vor 50 sehr interessierten Zuhörern über die derzeitige Situation der Sparkasse und mögliche Auswirkungen.
Wie kam es überhaupt zu der Krise? Welche Folgen gibt es für Anleger, Beschäftigte und Spendenempfänger? In verständlichen Worten erläuterte der Experte die Zusammenhänge. Auch wenn genaue Zahlen über die Verluste erst im April vorliegen, steht für die Sparkasse fest, dass es weder Entlassungen noch Einbußen für Kunden, Vereine und Verbände geben wird. Ulrich Neuhofen versicherte, dass die für die Sparkasse anfallenden Kosten aus den Gewinnen gedeckt werden könnten und dass keiner um seine Anlagen fürchten muss: „Beim Kunden passiert gar nichts. Jeder Cent ist sicher.“ Auch die Spendengelder, die 2007 etwa 160000 Euro zuzüglich Sponsoring betrugen, sollen nicht gekürzt werden, Kleinkredite unverändert bleiben.

„Lohnt sich denn die Geldanlage noch oder sollten wir lieber den Sparstrumpf füllen“, fragte der Vorsitzende der AG 60 plus, Willi Kuprat, scherzend. Dass das Geld unter der Matratze durch die Inflation nur an Wert verliert, braucht keiner zu betonen. Aber um die geeignete Anlagenform für jeden Einzelnen zu finden, seien individuelle Beratungsgespräche nötig, erläuterte Ulrich Neuhofen. Gerne erklärte er sich bereit, noch einmal zu einem anderen Thema zu referieren, das auf großes Interesse bei den SPD-Senioren stößt: Die Abgeltungssteuer.