Gleiche Chancen für alle Kinder

Michael Groß MdB

„Konsequente Förderung aller Kinder von Anfang an ist das Ziel für uns Sozialdemokraten. Und das gilt nicht nur in Wahlkampfzeiten, sondern jederzeit“, versichert der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Groß. Die Einkommenssituation vieler Familien habe sich in den letzten Jahren weiter verschärft und verschlechtert. „Um Benachteiligungen zu verhindern, dürfen und werden wir Eltern mit geringen Einkommen nicht noch mit höheren Kindergartenbeiträgen belasten“, ergänzt Michael Groß.

Nur wenige Wochen nach der Ersatzvornahme durch die Aufsichtsbehörden und der damit einher gehenden Anhebung der Kindergartengebühren sollen erneut höhere Elternbeiträge beschlossen werden. Die letzte Änderung ging auf die von der schwarz-gelben Landesregierung aufgekündigte Solidarität der Städte in NRW zurück, die zu gekürzten Finanzmitteln für Marl führte. Dagegen wäre die Zustimmung zur vorgeschlagenen regionalen Einheitstabelle für die Familien in unserer Stadt eine Steigerung ohne zwingenden Grund, insbesondere für die unteren Einkommensgruppen.
Soziale Herkunft und das Bildungsniveau der Eltern bestimmen den schulischen und beruflichen Erfolg von Kindern und damit deren Lebensperspektiven und Zukunftschancen. Eben weil Bildung der Schlüssel zu individueller Entfaltung und gesellschaftlichem Wohlstand ist, muss sie jedem zugänglich sein und darf die finanzielle Situation von Familien nicht zusätzlich verschlechtern. „Im Sinne der Chancengleichheit müssen Eltern mit geringem Einkommen entlastet werden“, fordert der Fraktionsvorsitzende.

„Im Gegensatz zu den manchmal überraschenden Aussagen unserer Bürgermeisterin war die Position der SPD in der Diskussion der vergangenen Monate immer stringent, immer auf das Wohl der Marler Familien ausgerichtet“, erklärt Michael Groß. „Grundsätzlich ist eine abgestimmte Elternbeitragstabelle mehrerer Städte mit gestaffelten Sätzen auch oberhalb von 60 000 Euro nicht abzulehnen. Sie darf aber nicht zu einer Mehrbelastung für Eltern mit mittlerem oder geringem Einkommen führen.“