Waltraud Lehn beim Marler Selbsthilfegruppentag

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Waltraud Lehn, Ingeborg Schettler, Sprecherin der AG Selbsthilfegruppen Marl und der Vorsitzende des Sozialausschusses, Werner Arndt (SPD), informieren sich beim Marler Selbsthilfegruppentag.

Chronische Erkrankungen, Behinderungen oder Pflegebedürftigkeit verändern das Leben der Betroffenen, aber auch das der Angehörigen. Nicht zuletzt, weil den Krankenkassen und dem Gesundheitswesen Ressourcen fehlen, werden Selbsthilfegruppen immer bedeutender. Um ihre Arbeit darzustellen und sich persönlich zu präsentieren, nutzten 17 der 30 örtlichen Selbsthilfegruppen den 2. Marler Selbsthilfegruppentag am vergangenen Samstag im Rathaus.

Die Grußworte sprach die SPD-Bundestagsabgeordnete Waltraud Lehn, die sich bereits seit 15 Jahren als Schirmherrin im Kreis engagiert. „Damals gab es noch keinen Pfennig für die Selbsthilfegruppen“, erinnert sie sich. „Wir haben uns dafür eingesetzt, dass die Krankenkassen gesetzlich dazu verpflichtet wurden, ihren Anteil zu den Kosten beizutragen.“

Für fast jedes Krankheitsbild besteht inzwischen eine Selbsthilfegruppe, die eng mit den Medizinern zusammenarbeitet. Die Mitwirkenden teilen nicht nur ein gemeinsames Schicksal, sie bekleiden auch ein wichtiges Ehrenamt. Zu ihren Aufgaben zählen vor allem Aufklärungsarbeit, aber auch das Erstellen von Informationsblättern und Broschüren sowie das Organisieren von Veranstaltungen.
Der Sozialausschussvorsitzende Werner Arndt, schmückte sein Lob an die Ehrenamtlichen mit einem chinesischen Zitat: “Wenn du was lernen willst, frage einen Erfahrenen, nicht einen Gelehrten.“ Anerkennenden Dank zollte Waltraud Lehn der Sprecherin der Arbeitsgruppe der Selbsthilfegruppen Marl, Ingeborg Schettler, und wünschte den Veranstaltern, Besuchern und sich selbst, noch viele solcher Tage. Im Anschluss nutzte sie, ebenso wie Werner Arndt, ausgiebig die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und informierte sich an den Ständen über die aktuelle Situation der einzelnen Gruppen.